Akne

Krankheit: Akne Informationen und Behandlungsmöglichkeiten

Eine der häufigsten Hautkrankheiten in Deutschland ist Akne. Die Mediziner gehen davon aus, dass etwa 85 Prozent der Bevölkerung der mit dieser Krankheit zu tun hatten. Besonders junge Menschen sind von Akne betroffen und es kommt in den Jahren der Pubertät zu Hautausschlägen im Gesicht. Die Erkrankung ab tritt fast immer zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr auf. Wer diese Altersgrenze überschritten hat, muss nicht mehr mit Akne rechnen. Deutlich sind mehrere Pickel von unterschiedlicher Größe im Gesicht zu sehen. In besonders schlimmen Fällen kann sich Akne auch über den gesamten Körper ausbreiten. Bei einigen jungen Leuten kommt die Krankheit kaum zum Vorschein und es sind nur einige Pickel zu sehen, welche nach einer gewissen Zeit wieder verschwinden. Diese Betroffenen merken gar nicht, dass sie Akne haben und vermuten es sind einige harmlose Mückenstiche.

Entstehung

Akne entsteht durch eine Fehlfunktion der Talgdrüsen. Es entwickeln sich kleine Pusteln oder Knötchen. Untersuchungen haben gezeigt, dass in diesen kleinen Wunden Bakterien eindringen, welche den Entzündungsprozess in Gang setzten. Begünstigt wird es oft durch die erkrankte Person selbst, denn durch das lästige Jucken wird häufig an den betroffenen Stellen gekratzt. Auf diesem Weg werden weitere Areale infiziert und die Krankheit breitet sich zügiger und breitflächig aus. Bei Menschen, wo beide Elternteile unter Akne zu leiden hatten, müssen mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent damit rechnen, selbst zu erkranken. Es spielt also auch die Vererbung eine bestimmte Rolle. Es wurde zusätzlich festgestellt, dass die jungen Männer häufiger von der Erkrankung betroffen sind als Mädchen und die Verläufe schwerwiegender sind. Das einzige beruhigende ist, dass die Aknebakterien nicht übertragbar sind. Alle Menschen haben diese Bakterien auf ihrer Haut und es kommt zu keiner Erkrankung. Erst eine Laune der Natur führt zur Fehlfunktion der Talgdrüsen und die Ursachen konnten die Wissenschaftler noch nicht restlos aufklären. Da eine Übertragung von Mensch zu Mensch ausgeschlossen wird, muss der Herd im Inneren des Körpers liegen.

Reinigung der Haut

Die Menschen setzten alles daran, damit die Akne so schnell wie möglich wieder verschwindet. Unbehandelt verschwindet diese Erkrankung nach dem 40. Lebensjahr von selbst. Allerdings wollen die betroffenen Menschen nicht so lange warten und sind auf der Suche nach Behandlungsmethoden. Bei einer leichten Erkrankung kann mit Pflegemitteln aus der Apotheke oder Drogerie gearbeitet werden. Für die Reinigung der Haut dürfen nur pH-neutrale Pflegemittel angewendet werden, was auch für die Seife gilt. Auf zu häufiges Waschen ist zu verzichten, denn dadurch kann es zur Verschimmelung der betroffenen Stellen kommen. Nach dem Waschen dürfen auf keinen Fall Öle oder fettige Cremes verwendet werden, denn dadurch werden die kleinen Öffnungen verstopft. Besser ist es, eine Feuchtigkeitscreme auf der Wasserbasis zu nutzen und andere Pflegemittel sollten immer fettfrei sein. So können bei der leichten Art der Akne relativ gute Erfolge erzielt werden. Besonders wichtig zu wissen ist, oberhalb der Lippen darf ein Pickel niemals aufgedrückt werden.Es besteht die Gefahr von Verstopfungen und die Entzündung kann sich bis ins Gehirn ausbreiten.

Diagnose durch Arzt

In schweren Fällen von Akne ist unbedingt ein Hautarzt aufzusuchen. Zuerst wird eine Diagnose gestellt, denn es gibt noch weitere Erkrankungen, wo Pickel auf der Haut auftreten. Wurde Akne diagnostiziert, so wird die entsprechende Therapie eingeleitet. Der Hautarzt wird dem Patienten einige Salben verschreiben, wo die Inhaltsstoffe höher dosiert sind, als bei den frei verkäuflichen Produkten. Sehr gern wird ein Medikament mit Benzoylperoxid angewendet, welches die Entzündung hemmt und die Bakterien abtötet. Es kommen auch Antibiotika zum Einsatz. Dieses wirksame Medikament soll die Bakterien ebenfalls abtöten. Die Tabletten sind nach genauer Anweisung des Arztes einzunehmen und die Zeitintervalle müssen genau eingehalten werden. Das Medikament darf auch bei einer Verbesserung des Krankheitsbildes nicht vorzeitig abgesetzt werden. Bei besonders schweren Fällen kommt Isotretinoin zum Einsatz. In einigen Fällen ist diese Behandlung sehr erfolgreich und es kann dazu führen, dass die Talgdrüsen ihre Produktion einstellen. Sollten bei den Behandlungen unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, so muss umgehend der Arzt aufgesucht werden.

Pickel

Trotzdem kann die meist harmlose und ungefährliche Erkrankung zu dramatischen Folgen führen. Bei den betroffenen Menschen, wo die Krankheit in voller breite zum Ausbruch kommt, haben sehr unter den unschönen Pickeln zu leiden. Das Schlimme an der Sache ist nicht die Erkrankung selbst, sondern die Hänseleien der Mitschüler. Freunde wenden sich ab und es werden immer wieder verletzende Worte gefunden, welche sich auf das Äußere beziehen. Andere Jugendliche haben schon die ersten Erfahrungen auf dem sexuellen Gebiet gemacht. Wer allerdings unter Akne leidet, hat es schwer, einen Freund oder eine Freundin zu finden. Diese Jugendlichen fühlen sich von der Allgemeinheit ausgeschlossen und wollen sich nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen. Der beste Freund wird der Computer oder ein Haustier. Ein Hund oder Katze kann ein wichtiger Begleiter durch diese schwere Zeit sein. Bei einigen Patienten kommt auch eine Überweisung zum Psychologen infrage, da hier eine Selbstmordgefahr besteht. Die Mediziner sprechen von Depressionen und einer Suizidalität. Einige der Jugendlichen sehen in ihrem Leben keinen Sinn mehr und finden eine Selbsttötung als den einzigen Ausweg. Hier ist unbedingt eine ärztliche Versorgung durch einen Psychologen erforderlich. In einer speziellen Therapie kann in fast allen Fällen den Patienten geholfen werden und sie sind später froh, die fachliche Hilfe angenommen zu haben.

Vorbeugung

Bei Akne gibt es nur bedingte Möglichkeiten der Vorbeugung. Da einige der Ursachen im Inneren des Körpers zu finden sind, kann in diesem Fall kaum Einfluss genommen werden. Einige Erkrankungen von Akne haben ihren Entstehungsherd von außen und in diesem Fall ist eine gewisse Vorbeugung möglich. Die Haut sollte nicht zu sehr belastet werden und als Reinigungsmittel sollten pH-neutrale Seifen zu verwende werden, welche auch ohne Parfüm angeboten werden. Besonders wichtig ist es, dass die Haut nicht übermäßiger Kälte oder Hitze ausgesetzt werden darf. Die direkte Sonneneinstrahlung darf nur für kurze Zeit erfolgen. Nachgewiesen wurde auch, dass die Ernährung einen Einfluss auf die Erkrankung haben kann. Auf hochglykämische Nahrungsmittel ist möglichst zu verzichten. In diese Kategorie fallen:

  • Honig
  • Marmelade
  • Schokolade
  • süße Lebensmittel

Auch das Rauchen oder übermäßiger Alkoholgenuss kann den Ausbruch von Akne begünstigen. Der Grund ist in einer Störung beim Stoffwechsel zu sehen, welche diese Gifte unerwünscht beeinflussen. Durch die Umstellung der Ernährung kann viel dafür getan werden, damit die Krankheit nicht auftritt oder der Verlauf weniger dramatisch ist.