Alzheimer

Krankheit: Alzheimer Informationen und Behandlungsmöglichkeiten

Etwas zu vergessen ist menschlich. Wer jedoch ständig etwas vergisst, bei dem könnte Alzheimer die Ursache sein. Alzheimer ist eine Erkrankung des Gehirns, die meist Menschen über 80 betrifft, aber auch schön jüngere Menschen ab 50 Jahren sind immer häufiger davon betroffen.

Eine Krankheit – viele Gesichter – viele Symptome

Alzheimer hat viele Gesichter. Nahezu alle Patienten aber leiden unter einem Gedächtnisverlust. Hiermit beginnt die Krankheit in der Regel. Im Laufe der Zeit aber können noch weitere typische Symptome auftreten. Wer unter Alzheimer leidet, kann über kurz oder lang nicht mehr alleine für sich sorgen und benötigt eine Betreuung. Ob im Pflegeheim oder aber auch in den heimischen vier Wänden, je weiter die Krankheit fortschreitet, umso mehr sind die Patienten auf Hilfe im Alltag angewiesen. Denn Sie werden nicht nur vergesslich, auch weitere Krankheitssymptome schränken sie dann immer mehr ein. Menschen mit Alzheimer fällt es schwer, sich noch etwas zu merken. Des Weiteren kann die Krankheit auch die Orientierung und das Zeitgefühl stark einschränken. Oft wissen Patienten nicht, wo sie sind, welcher Tag oder welches Jahr gerade ist. Oft werden auch vertraute Menschen nicht mehr erkannt. Oft fällt das Sprechen immer schwerer, und auch die Motorik und viele praktische Fähigkeiten sind oft stark von der Krankheit Alzheimer betroffen. Zudem gerät das Gefühlsleben der Patienten aus dem Ruder, sie haben keinen Antrieb mehr und leben einfach nur noch in den Tag. Umso wichtiger, dass diese Patienten rund um die Uhr betreut werden, denn alleine können sie dann ihren Alltag keinesfalls mehr bewältigen. Was für einen gesunden Menschen ganz normal ist, wird für viele Patienten mit Alzheimer dann sehr schwer oder gar unmöglich. Viele Körperfunktionen und Hirnfunktionen funktionieren nicht mehr richtig, die Menschen sin stark in ihrem Tun, ihrem Handeln, ihrer Sprache und ihrem Denken eingeschränkt.

Die Ursachen von Alzheimer

Viele Jahre untersuchen Ärzte und Wissenschaftler jetzt schon die Krankheit Alzheimer. Doch bis heute konnten keine genauen Ursachen geklärt und festgestellt werden. Feststeht, dass bei Alzheimer sowohl Nervenzellen verloren gehen, als auch, dass der Austausch unter den einzelnen Zellen nicht mehr richtig funktioniert. Des Weiteren werden oft auch Eiweißablagerungen gefunden. Diese Entdeckung machte erstmals im Jahre 1906 Alois Alzheimer, nach dem die Krankheit auch benannt wurde. Jedoch leiden nicht alle Menschen, bei denen Eiweißablagerungen im Gehirn gefunden wurden, auch tatsächlich unter Alzheimer. Die Ursachen sind bis heute nicht geklärt. b die Krankheit erblich ist und welche Risikofaktoren eine Rolle spielen und welche nicht, ist ebenso umstritten wie die Ursachenfindung im Allgemeinen. Viele Mediziner gehen davon aus, dass die Krankheit meist nicht nur eine Ursache hat, sondern viele, die dann im Zusammenspiel die Krankheit begünstigen und ausbrechen lassen.

Eine schwierige Diagnose

Die Diagnose von Alzheimer kann sich mitunter schwierig gestalten. Denn es gibt viele Gründe und Krankheiten, die die passenden Symptome auslösen können. Um Alzheimer zu 100 % sicher diagnostizieren zu können, müsste eine Gewebeprobe aus dem Gehirn entnommen werden. Erst diese Untersuchung würde einen eindeutigen Befund liefern. Dies kann und darf jedoch meist nicht unternommen werden. Dadurch gestaltet sich die Diagnose schwierig. Für die Ärzte wird es schwer, hier eine eindeutige Diagnose zu stellen. Hier wird dann oft nach dem Ausschlussprinzip vorgegangen. Eine ganze Reihe von körperlicher und psychischer Tests ist nötig, um der Diagnose näher zu kommen. Nacheinander werden alle anderen in Frage kommenden Krankheiten ausgeschlossen. Erst, wenn alle anderen Krankheiten nicht in Frage kommen, kann die Diagnose Alzheimer relativ sichergestellt werden.

Nicht heilbar aber behandelbar

Alzheimer ist bis heute nicht heilbar. Immer mehr Menschen erkranken daran und die Forscher suchen nach wie vor nach einem Heilmittel. Doch bis heute ist die Krankheit nicht heilbar. Dennoch ist die Diagnose Alzheimer nicht gleich ein Grund für eine Resignation und eine aussichtslose Verzweiflung. Auch, wer unter Alzheimer leidet, kann noch viele Jahre gut leben. Es gibt Medikamente, die die Beschwerden lindern und eindämpfen können. Des Weiteren gibt es auch Medikamente, die den Verlauf und den Fortschritt der Erkrankung nicht unwesentlich verzögern können. Neben den üblichen Symptomen gibt es noch weitere Begleiterscheinungen, die aber nichts mit der Erkrankung an sich und im engeren Sinne zu tun haben. Auch diese können medikamentös behandelt werden. Doch nicht nur die medikamentöse Behandlung ist hier enorm wichtig, auch die individuelle Förderung der Patienten. Im Verlauf der Krankheit verlieren die Patienten viele ihrer Fähigkeiten. Seien es praktische Handgriffe, die Sprache, die Merkfähigkeit, die Orientierung oder auch die Fähigkeit zu rechnen, zu schreiben oder auch einen Stift zu halten. Es gibt viele Übungen, die den Patienten dabei helfen, so lange wie möglich viele ihrer Fähigkeiten beizubehalten. Training ist hier das A und O. Auch spielerisch kann hier viel erreicht werden. Ob vom Pflegepersonal oder auch der Familie, wer hier am Ball bleibt, kann trotz der Diagnose Alzheimer noch viel bewegen.

Kein Verlauf gleicht dem anderen

Der Verlauf der Krankheit kann sich von Patient zu Patient sehr unterschiedlich gestalten. Ebenso, wie der Beginn der Krankheit, kann auch die Krankheit an sich sehr unterschiedlich verlaufen. Während einige nur an einer verminderten Merkfähigkeit leiden, verlieren andere sehr schnell weitere Fähigkeiten wie die Orientierung oder auch die Sprache. Hier eine pauschale Aussage zu treffen, ist nahezu unmöglich.

Betreuung von Patienten und Angehörigen

Die Diagnose Alzheimer kann ein Schock sein, nicht nur für den Patienten, sondern auch für die Angehörigen. Auch diese sollten mit betreut werden, besonders dann, wenn diese ganz oder teilweise für die Betreuung verantwortlich sind. Denn auch Angehörige haben Fragen, Ängste und Probleme. Sie brauche nützliche Tipps und Hilfestellungen, wie sie dem geliebten Menschen helfen können, aber auch, wie sie selbst besser mit der Erkrankung umgehen können. Besonders wichtig ist hier, dass auch die Familie versucht, den Patienten weiterhin zu fördern. Aber auch das braucht eine Betreuung und Beratung der Angehörigen. Denn nur so können diese den Patienten zur Seite stehen und mithelfen, damit Patienten noch möglichst lange und möglichst gut leben können. Die Diagnose Alzheimer kann hart und schwer sein, doch auch wenn die Krankheit noch nicht heilbar ist, so ist sie doch noch lange kein Todesurteil. Viele Mittel und Wege können helfen, um es den Patienten und Betroffenen noch viele Jahre möglichst gut gehen zu lassen.