Bauchspeicheldrüsenkrebs

Krankheit: Bauchspeicheldrüsenkrebs Informationen und Behandlungsmöglichkeiten

Die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs ist für viele eine erschreckende Nachricht. Der Grund, weshalb überhaupt ein Bauchspeicheldrüsenkrebs entstehen kann, sind Veränderungen der Zellen bei der Bauchspeicheldrüse selbst. Die Zellen wachsen unkontrolliert, wobei das Problem in erster Linie darin besteht, dass die Beschwerden, welche durch den Bauchspeicheldrüsenkrebs ausgelöst werden, sehr lange uncharakteristisch sind. Das bedeutet, dass die Symptome, welche auf einen Bauchspeicheldrüsenkrebs hinweisen, erst bei einer fortgeschrittenen Erkrankung erkennbar sind. Somit ist es auch oftmals schwer eine geeignete Behandlung gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs zu finden, da es Patienten gibt, welche erst im Endstadium von dieser Krankheit erfahren.

Die Risikofaktoren für eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse

Betroffen sind in der Regel Männer, welche zwischen 50 und 60 Jahre alt sind. Risikofaktoren gibt es im Endeffekt keine. Bislang ist die Forschung nicht auf Ursachen aufmerksam geworden, welche die Erkrankung der Bauchspeicheldrüse bzw. die der Grund für die Ursache von Bauchspeicheldrüsenkrebs sind. Jedenfalls wird, wie beinahe bei allen Krebsarten, folgende Lebensereignisse bzw. Verhaltensmuster als Risikofaktoren angesehen:

  • Das exzessive Rauchen von Zigaretten (mindestens eine Packung pro Tag)
  • Der Faktor Ernährung (ungesunde, vitaminarme Ernährung)
  • Eine genetische Veranlagung (wenn etwa Verwandte oder Familienmitglieder bereits an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt sind)
  • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, welche bereits als chronisch eingestuft werden kann

Symptome, welche auf Bauchspeicheldrüsenkrebs schließen lassen

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs bzw. Pankreaskrebs verursacht erst bei einer fortgeschrittenen Erkrankung Symptome. Das bedeutet, dass zu Beginn der Krankheit keine Symptome auftreten, welche darauf schließen lassen, dass es sich um einen Bauchspeicheldrüsenkrebs handelt. Folgende Symptome sind in der Regel Zeichen für einen Bauchspeicheldrüsenkrebs bzw. treten folgende Symptome im Laufe der Krankheit auf:

  • Starker Gewichtsverlust mit unklarer Ursache – 83 Prozent aller Patienten
  • Rückenschmerzen sowie Schmerzen im Oberbauch, welche auch gürtelförmig ausstrahlen können – 70 Prozent aller Patienten
  • Gelbsucht – 85 Prozent aller Patienten
  • Übelkeit sowie ständiges Erbrechen – 21 Prozent aller Patienten
  • Ein Ekel vor der Nahrungsaufnahme bzw. Appetitlosigkeit – 44 Prozent aller Patienten
  • Durchfall – 38 Prozent aller Patienten

Die Diagnose

Die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs wird durch den Arzt gestellt. Das Problem an der Diagnose ist, dass die Symptome oft recht lange unklar sind bzw. nicht darauf schließen lassen, dass es sich um einen Bauchspeicheldrüsenkrebs handelt. Aus diesem Grund wird die Diagnose relativ spät bzw. zu spät gestellt, sodass eigentlich viele Behandlungsmethoden gar nicht mehr angewandt werden können. Der Bauchspeicheldrüsenkrebs gilt auf Grund dieser Tatsache als gefährlichster Krebs und wird im Regelfall auch nicht überlebt. Bei der klinischen Untersuchungen durch den Arzt wird eine Blutabnahme durchgeführt.

Hier wird der Wert der Bauchspeicheldrüsenenzyme herauszufinden, wobei diese Blutabnahme im Endeffekt keine Hilfe für die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs gibt. Auch Röntgenuntersuchungen wie auch Ultraschall bzw. Computertomographie oder auch Magnetresonanz sind Möglichkeiten um die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs stellen zu können. Auch eine Biopsie bzw. Gewebeprobe stellt eine Möglichkeit dar, dass die Diagnose gestellt werden kann. Die Biopsie wird durch einen Pathologen untersucht, welcher sodann bekannt gibt, ob es sich um einen Bauchspeicheldrüsenkrebs handelt oder nicht.

Welche Behandlungsmethoden gibt es

Da der Bauchspeicheldrüsenkrebs erst spät diagnostiziert bzw. entdeckt wird, sind viele Behandlungsmethoden nicht mehr wirksam bzw. können nicht mehr angewandt werden. Handelt es sich um einen relativ kleinen Tumor, welcher nur auf der Bauchspeicheldrüse vorhanden ist, so gibt es die Möglichkeit der Operation. Bei diesem Eingriff wird der gesamte Tumor von der Bauchspeicheldrüse entfernt. Diese Methode gilt, sofern die Krankheit vorzeitig erkannt wird, als sichere und auch erfolgversprechende Methode. Leider ist jedoch der Krebs bereits so ausgebreitet, dass eine Entfernung nicht mehr zu 100 Prozent möglich ist.

Befindet sich der Krebs nämlich bereits in der Blut- wie Lymphbahn bzw. hat andere Organe attackiert, sodass bereits Metastasen wie auch Tochtergeschwülste aufgetreten sind, ist eine Operation nicht mehr zielführend. Es ist jedoch möglich, dass bei dieser – schon fortgeschrittenen – Entwicklung eine Kombination angewendet wird, die aus Strahlentherapie wie Chemotherapie besteht. Dies ist jedoch nur in Einzelfällen möglich und hat den Sinn, dass der Tumor verkleinert wird. Wird der Tumor dadurch verkleinert, so besteht die Möglichkeit, dass dieser sodann operativ entfernt wird. Die Tatsache, dass der Tumor jedoch durch die Therapien verkleinert wird, ist jedoch äußerst gering. Lässt sich der Tumor nicht verkleinern, so wird dennoch eine Chemotherapie durchgeführt.

Bei der Chemotherapie geht es in erster Linie darum, dass die Metastasen, welche in anderen Organen ausgebreitet sind, einzugrenzen. Die Tochtergeschwülste, welche bei Bauchspeicheldrüsenkrebs gerne in die Leber oder Lunge wandern, sind in der Regel jedoch „unbesiegbar“. Somit hat die Chemotherapie, bei Ausstrahlung des Bauchspeicheldrüsenkrebses nur den Aspekt, dass die Schmerzen bzw. Symptome gelindert werden und das Leben durch die Therapie verlängert wird. Viele Patienten entscheiden sich auch oftmals gegen eine Chemotherapie, da diese im Endeffekt nur die Symptomen lindert und eine lebensverlängernde Maßnahme einleitet, jedoch nicht den Bauchspeicheldrüsenkrebs und seine Tochtergeschwülste bekämpft.

Ebenfalls werden viele Patienten, welche an Bauchspeicheldrüsenkrebs leiden, mittels einer Psychotherapie unterstützt bzw. versuchen auch viele in Selbsthilfegruppen Hilfe zu finden. So ist es möglich, dass die Krankheit auch seelisch verarbeitet werden kann.

Die Prognose nach den Behandlungen

Natürlich ist die Tatsache, dass Warnzeichen fehlen und auch Symptome nicht immer gleich erkannt werden, sehr negativ zu bewerten. Denn der rasche Wachstum des Tumors an der Bauchspeicheldrüse sowie auch die Streuung und die Schaffung von Tochtergeschwülsten ist ein Grund, weshalb viele Patienten erst im Endstadium die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs erfahren. Der Bauchspeicheldrüsenkrebs gilt zudem als aggressivste Tumorform, welche derzeit bekannt ist. Die einzige Heilungschance besteht dann, wenn der Tumor operativ entfernt wird. Dies ist jedoch nur möglich, wenn dieser relativ klein ist, sodass schon relativ früh die Diagnose gestellt werden muss. Ansonsten gibt es im Endeffekt keine Heilungschancen für Patienten.

Auch wenn Therapien (Chemotherapie, Strahlentherapie) lebensverlängernd wirken, so ist es oftmals nur eine Frage der Zeit, bis der Patient auf Grund des Bauchspeicheldrüsenkrebses stirbt. Im Regelfall spricht man von einer Lebenserwartung nach der Diagnose zwischen sechs Monate und 1 1/2 Jahren; oftmals wird die Diagnose so spät gestellt, dass es auch nur einige Wochen bis zum Ableben des Patienten sein können. Bislang gibt es keine anderen Behandlungsmethoden, welche den Bauchspeicheldrüsenkrebs endgültig besiegen.