Diabetes

Krankheit: Diabetes Informationen und Behandlungsmöglichkeiten

Der Diabetes mellitus, oder auch die Zuckerkrankheit, ist eine weltweit verbreitete Erkrankung des Stoffwechsels. Es liegt ein Insulinmangel im Körper vor, der die hohen Blutzuckerwerte verursacht. Das Insulin ist ein Hormon, das in den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es sorgt dafür, dass die Energie, die der Mensch aus den Kohlenhydraten in der Nahrung aufnimmt, in die Zellen gelangen kann. Dies ist absolut notwendig, um den Körper mit Kraftstoff zu versorgen. Wie das Benzin für das Auto ist die Energie der Kraftstoff für den Körper. Ohne den Schlüssel für den Tankdeckel kann das Benzin nicht in den Tank. So verhält es sich bildlich gesprochen mit dem Insulin als Schlüssel für die Zellen. Bei einem absoluten Insulinmangel würde der Mensch verhungern.

Man unterscheidet zwei Typen des Diabetes mellitus

Es gibt verschieden Typen der Zuckerkrankheit, die sich in der Ursache und der Therapie unterscheiden. Diese Differenzierung ist wichtig, damit die richtige Therapie eingesetzt wird und entsprechend auf Komplikationen reagiert werden kann. Es ist nicht so, dass nur ältere Menschen am Diabetes erkranken.

Der Diabetes mellitus Typ 1

Der juvenile Diabetes mellitus tritt im Kindes- und Jugendalter auf. Bei dieser Erkrankung liegt eine Fehlreaktion des Immunsystems vor. Sie zählt aus diesem Grund zu der Übergruppe der Autoimmunerkrankungen. Das eigene Immunsystem erkennt die Beta-Zellen, die das Insulin produzieren fälschlicherweise als Krankheitserreger und zerstört diese. Es kann kein Insulin mehr produziert werden und der Körper gerät in einen absoluten Insulinmangel. Die Erkrankung ist selten genetisch bedingt.

Übermäßiger Durst, häufiges Wasserlassen und eine schnelle Gewichtsabnahme gehören zu den Symptomen. Viele Kinder, die bereits trocken waren, nässen wieder ein und fühlen sich ständig unwohl. Besonders nach dem Essen kann es zu Wesensveränderungen und Sehstörungen kommen. Weitere Symptome sind häufige Harnwegsinfekte und sehr trockene Haut. Eine absolute Kraftlosigkeit begleitet die Kinder durch den Tag. Wird der Diabetes nicht bald behandelt, kann es zu einer gefährlichen Übersäuerung des Blutes kommen und schließlich folgt ein Koma. Der Diabetes wird allerdings meist bei den ersten Symptomen beim Kinderarzt festgestellt, da der Gesamtzustand sich schnell verschlechtert und die besorgten Eltern Rat holen.

Therapie

Die Therapie kann beim Diabetes Typ 1 nur mit Insulin erfolgen. Es muss ein Leben lang gespritzt werden. Eine Therapie mit Tabletten kann nicht wirken, da die Insulin produzierenden Zellen komplett zerstört sind. Heutzutage führen Kinder- und Jugendliche ein nahezu normales Leben, trotz der Erkrankung. Dies ist möglich, weil moderne Insuline ein angepasstes Wirkungsprofil haben. Kinder mit Diabetes dürfen alles essen! Es ist ein Irrglaube, dass sie eine spezielle Diät halten müssen. Sie müssen allerdings darauf achten, dass sie die passende Insulinmenge zu den gegessen Kohlenhydraten spritzen und der Blutzucker mehrmals am Tag kontrolliert wird. Beim Sport muss die Insulindosis etwas verringert werden, damit sie keine Unterzuckerung bekommen.

Sie kann entstehen, wenn versehentlich zu viel Insulin gespritzt wurde, oder mehr Energie benötigt wurde als benötigt. Es treten dann Symptome wie Zittern, Schwäche und Heißhunger auf. Bei schweren Unterzuckerungen kann es auch zu Krampfanfällen und Bewusstlosigkeit kommen. Es ist daher sehr wichtig, dass bei den ersten Symptomen einer Unterzuckerung schnell Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Es reicht meist etwas Cola oder auch Traubenzucker. Bei sehr hohen Blutzuckerwerten muss die Insulindosis entsprechend aufdosiert werden.

Diabetes mellitus Typ 2

Diese Erkrankungsform ist dem Laien eher bekannt, als der jugendliche Diabetes. Sie betraf bis vor einigen Jahren ältere Menschen und wurde aus diesem Grund auch „Altersdiabetes“ oder „Alterszucker“ genannt. Bei dieser Form besteht ein relativer Insulinmangel. Die Beta-Zellen, die das Insulin herstellen, sind noch vorhanden, jedoch sind sie erschöpft oder das Insulin kann nicht richtig wirken. Es bestehen also zwei mögliche Probleme. Bei der Erschöpfung der Insulin bildenen Zellen, sind die Menschen meist übergewichtig und leben einen insgesamt unsoliden Lebensstil.

Der Körper müsste eine sehr große Körpermasse mit Insulin versorgen, damit der Stoffwechsel reibungslos funktioniert, dabei versagen die Zellen mit der Zeit. Ein weiteres Phänomen ist, dass der Körper resistent gegen das eigene Insulin geworden ist. Das liegt unter anderem daran, dass das Übergewicht die Struktur der Zellen verändert. Das Insulin als Schlüssel für die Zellen passt nicht mehr richtig. Durch die Zunahme von übergewichtigen Jugendlichen erkranken auch sie mittlerweile am Diabetes Typ 2. Selten ist die Erkrankung genetisch bedingt und tritt auch bei schlanken Menschen auf. Die Ursache ist nicht in allen Fällen ein unsolider Lebensstil.

Symptome

Die Symptome verlaufen bei diesem Typ eher schleichend und er wird oft bei einer Routinekontrolle erkannt. Das hat fatale Folgen, denn der ständig erhöhte Blutzucker schädigt die Gefäße im Körper und löst schwere Folgeerkrankungen aus. Augen, Nieren und Herz sind oft betroffen und können im Verlauf versagen. Viele Typ 2 Diabetiker leiden außerdem an Wundheilungsstörungen an den Füßen.

Die Therapie wird mit Tabletten eingeleitet, die den Blutzucker stabilisieren sollen. Sie stimulieren die erschöpften Zellen oder verbessern die Insulinaufnahme im Körper. Viele Typ 2 Diabetiker werden nach vielen Jahren insulinpflichtig und müssen spritzen. Eine große Säule der Therapie ist die gesunde Ernährung und eine grundsätzliche Änderung des Lebensstils. Bei Typ 2 Diabetiker kann eine Ernährungstherapie sinnvoll sein. Die Erkrankung muss außerdem sehr genau kontrolliert werden, um Komplikationen und Folgeschäden zu verhindern. Der Blutzucker muss, je nach Therapie, auch eigenständig zu Hause gemessen werden. Nach einer speziellen Schulung und modernen Geräten ist dies für die meisten Patienten kein Problem. Die Blutentnahme ist heutzutage schmerzlos.

In einigen Fällen kann es gelingen den Diabetes Typ 2 vorläufig zu heilen. Dies gelingt mit viel Disziplin, einer Gewichtsabnahme und gesunde Ernährung. Einige Menschen schaffen so eine gesunde Wendung im Leben.

Die Diagnose

Die Diagnose wird beim Typ 1 und Typ 2 mit einer Blutabnahme und der Bestimmung des Blutzuckers gestellt. Die verschiedenen Typen können mit einer Antikörperbestimmung genau unterschieden werden. Für die Qualität der Therapie wird der Langzeitblutzucker bestimmt. Man nennt ihn HbA1c. Dieser Wert sagt aus, in welchem Bereich der Blutzucker sich in den letzten Wochen bewegt hat. Der Arzt kann die Therapie so gut überwachen.

Es gibt neben diesen Diabetestypen auch sehr seltene Formen, die zum Beispiel nach einer Entfernung der Bauchspeicheldrüse auftreten oder durch die Einnahme von Medikamenten auftreten. Auch ein schwerer Unfall kann das Organ und ihre Funktion stören. Bei diesen seltenen Typen entscheidet die Ursache auch die Therapie der Erkrankung.