Erkältung

Krankheit: Erkältung Informationen und Behandlungsmöglichkeiten

Zunächst einmal scheint es angemessen zu sein, eine Beschreibung für den Begriff „Erkältung“ zu finden. Denn nur wenn der „Feind“ bekannt ist, kann ich auch ein Mittel zu seiner „Bekämpfung“ finden, sprich geeignete Behandlungsmethoden auswählen und einsetzen.

Im Volksmund heißt es oft „ich habe die Grippe“, wenn jemand feststellt, dass er Erkältungssymptome hat. Doch bei der Grippe handelt es sich um eine deutlich schwerere Erkrankung, als wenn „nur“ eine Erkältung, ein sogenannter „grippaler Infekt“ vorliegt.

Grippaler Infekt bei einer Erkältung

Bei einem grippalen Infekt handelt es sich meist um eine Virusinfektion, eine Tröpfcheninfektion oft durch Rhino- oder Coronarviren ausgelöst. Zu Beginn der Erkrankung stellen sich die Symptome eher allmählich ein – der betroffene Mensch verspürt vielleicht ein leichtes Halskratzen, einen dumpfen Kopfschmerz, ein Gefühl der Abgeschlagenheit, unter Umständen muss er niesen oder hat eine verstopfte oder laufende Nase mit wässrigem Sekret. Es kann sein, dass es zu einer leichten Temperaturerhöhung kommt und dass sich die Symptome tendentiell verschlechtern.

Am Rande sei die oben erwähnte Grippeerkrankung kurz beschrieben, einfach um sie von der Erkältung abzugrenzen. Bei der Grippe wird der betroffene Patient eine rasche Verschlechterung der im Grunde erkältungsähnlichen Symptome verspüren. Es tritt meist rasch hohes Fieber auf, mitunter sogar über 39 Grad, das Auffiebern geht mit Frösteln einher, und nach der Phase der Fieberhöhe kommt es beim Fieberabfall zu Schweissausbrüchen. Das Wohlbefinden der Erkrankten ist oft stark beeinträchtigt – daher wird ja auch eine jährliche Grippeschutzimpfung angeboten und oft empfohlen.

Ein Arzt sollte aufgesucht werden

Auch bei einer weniger schwer verlaufenden Erkältung kann es sinnvoll sein, einen Arzt aufzusuchen, auch wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Der Arzt wird mit einer Verlaufsdauer des grippalen Infektes von etwa drei bis vier Tagen rechnen und in der Regel keine besondere Therapie ansetzen. Er wird dem Patienten raten, sich zu schonen, in sich hineinzuspüren, was ihm gut tut und diesen Bedürfnissen zu folgen. Je nach Ausprägung der Symptome wird der Arzt einen Husten- oder Schleimlöser, ein Nasenspray verordnen und das Trinken von heißem Tee – wie zum Beispiel Erkältungstee – empfehlen. Fiebersenkende Mittel sind bei Erkältung in der Regel nicht notwendig – Fieber ist ein sinnvolles Geschehen, bei dem Erreger aufgrund der erhöhten Körpertemperatur abgetötet werden – sie koagulieren wie ein Hühnerei beim Kochvorgang und sterben somit ab.

Alternativmedizin

Freilich gibt es im Bereich der Alternativmedizin zahlreiche Methoden und Hilfsmittel, die bei Erkältung unterstützend wirken, die Selbstheilungskräfte aktivieren und rasche Linderung der unangenehmen Erkältungssymptome verschaffen. Ein über Nacht um den Hals gewickeltes Leinentuch, das getränkt ist mit einer Lösung aus warmem Wasser und basischem Salz kann Halsschmerzen drastisch lindern. In der Phase des Fieberanstiegs, wenn der Körper fröstelt, kann ein Erkältungsbad sehr wohltuend sein. Es gibt die Möglichkeit, selber ein Erkältungsbad herzustellen. Unsere Großmütter kannten bereits wirkungsvolle Hausmittelchen, die oft so hilfreich sind, dass es sehr schade wäre, wenn sie in Vergessenheit gerieten. Ein Erkältungsbad kann aus wenigen Zutaten ganz leicht hergestellt werden:

Dazu nimmt man als Trägeröl eine Tasse Olivenöl, vermischt es mit Milch oder Sahne und fügt dem ein oder mehrere ätherische Öle hinzu. Das können zum Beispiel Eukalyptus-, Pfefferminz- oder japanisches Heilöl sein. Wer dazu vielleicht noch eine Tasse Salbeitee trinken möchte, dürfte sich bald besser fühlen. Es wäre segensreich einen lieben Menschen zu finden, der dem unter Erkältung leidenden Patienten Großmutters klassische Hühnersuppe zubereitet. Tatsächlich hat die moderne Wissenschaft festgestellt, dass der darin enthaltene Wirkstoff Cystein entzündungshemmend und abschwellend wirkt, so dass die Hühnersuppe ein hervorragendes Mittel bei Erkrankungen der oberen Atemwege darstellt.

Raumluft sollte feucht gehalten werden

Bei Husten, einem Symptom, das bei Erkältung oft auftritt, ist es wichtig, die Raumluft möglichst feucht zu halten – einfach durch das Aufstellen von Wasserbehältern, denen man einige Tropfen ätherisches Öl zufügen kann. Auch der bereits erwähnte Salbeitee oder das Lutschen von Holunderbonbons üben hier hustenlindernde Wirkung aus. Wer eher unter einem festsitzenden Husten leidet, kann es durchaus einmal mit Thymian versuchen – vielleicht auch hier in Form eines wohlschmeckenden Tees.

Auch bei Schnupfen, Rhinitis, wie die Fachleute sagen, ist es wichtig, die Atemluft feucht zu halten. Zum Naseputzen sollten statt Stoff- lieber Papiertaschentücher verwendet werden, die nach einmaligem Gebrauch verworfen werden. So wird eine erneute Ansteckung verhindert. Es kann hilfreich sein, Nasensprays zu verwenden um besser durchatmen und dadurch nachts geruhsamer schlafen zu können. Es wird jedoch empfohlen, Nasensprays nicht länger als sieben Tage zu verwenden, weil sonst ein Gewöhnungsfeffekt einsetzt.

Symptome

Wer die Erkältung mit den unangenehmen Symptomen wie Abgeschlagenheit, Hals-, Kopf-, womöglich Gliederschmerzen, Schnupfen und Husten überstanden hat, hofft natürlich, künftig möglichst lange Zeit vor grippalen Infekten verschont zu bleiben. Dies gelingt am besten mit einem starken Immunsystem, das die wirkungsvollste Abwehr gegen Erreger – Viren und Bakterien – bildet. Viele Bestandteile unseres Körpers sind Teil der Immunabwehr. Dazu gehören zum Beispiel unsere Haut, unsere Schleimhäute, unser Blut und unser Magensaft. Um unser Immunsystem fit zu halten, können wir selbst einiges tun.

Auf die Hygiene achten

Es ist ein guter Schutz vor Infektionen, auf eine gute Hygiene zu achten. Gründliches Händewaschen bei der Heimkehr nach einem Einkauf oder Arbeitstag reicht oft schon aus. Wie oft erwähnt wird, hilft eine gesunde Ernährung der Abwehr. „Gesund“ meint hier besonders reich an Vitamin C und Zink. Wir sollten also bevorzugt zu Speisen greifen, die davon viel enthalten. Zu den Favoriten zählen Zitrusfrüchte, Paprika, Broccoli und Kartoffeln. Zink nehmen wir in geeigneten Mengen durch Fisch, Meeresfrüchte und Haferflocken auf.

Was tun für ein starkes Immunsystem

Ausreichend Bewegung durch eine Ausdauersportart unserer Wahl ist ein weiterer ganz entscheidender Faktor für ein starkes Immunsystem. Egal ob wir Radfahren, Schwimmen, Joggen oder Walken, drei- bis viermal pro Woche eine halbe Stunde lang sollte unsere gezielte Bewegung schon andauern. Je besser unser Organismus durchblutet ist, desto besser ist auch der Umlauf unserer Leukozyten – der weißen Blutkörperchen – die die maßgeblichen Abwehrfaktoren unseres Blutes darstellen.

Ausreichend Schlaf, etwa sieben bis acht Stunden pro Nacht, möglichst wenig oder keine Genussgifte plus ein gutes Stressmanagement mit genügend Entspannungsausgleich in der Freizeit sind Faktoren, die wir unserer Gesundheit zuliebe beherzigen sollten. Und nicht zuletzt lohnt es sich, sich einmal die geistige Betrachtungsweise aus ganzheitlicher Sicht zu erlauben, in sich zu gehen und sich beim nächsten Schnupfen die Frage zu stellen „wovon hab ich die Nase gerade gestrichen voll und wie kann ich dies in Zukunft vielleicht umgehen“?