Fieber

Symptom: Fieber Informationen und Behandlungsmöglichkeiten

Das Wort Fieber kommt vom lateinischen Febris. Der menschliche Körper hat eine im Schnitt eine Durchschnittstemperatur von etwa 37 Grad Celsius. Die Temperatur schwankt normalerweise etwas. Die Körpertemperatur variiert zum Beispiel je nach Außentemperatur oder körperlicher Aktivität. Bewegt man sich nicht, friert man leichter, bei Bewegung wird einem dagegen warm und man fängt an zu schwitzen. Schwitzen ist ein Versuch des Körpers ihn abzukühlen. Durch das Verdunsten des Schweißes auf der Haut entzieht man dem Körper Wärme, es kostet aber auch Energie und führt zu Mineralstoffverlust.

Ab wann hat man Fieber

Zwischen 37 und 38 Grad spricht man von erhöhter Temperatur, ab 38 Grad spricht man von Fieber. Fieber wird vom Körper eingesetzt um Viren und Bakterien abzutöten. Man sollte also nicht direkt fiebersenkende Medikamente einsetzen, sondern wenn nicht besondere Gründe dagegen sprechen, erst mal abwarten. Denn das Fieber ist ein Teil des natürlichen Abwehrsystems und an sich gut. Es dient ja dazu, eingedrungene Viren und Bakterien abzutöten und hilft dem Körper so, schnell wieder gesund zu werden.

Warum bekommt man Fieber

Das Fieber wird durch eine Kontrollzentrale im Gehirn ausgelöst und zwar den sogenannten Hypothalamus. Dringen Erreger in den Körper ein, wird durch die Abwehrzellen bei deren Bekämpfung ein bestimmter Stoff gebildet, nämlich die Pyrogene. Diese Botenstoffe signalisieren dem Gehirn, die Temperatur hochzufahren. Zum einen schwächt das den Körper und zwingt ihn so zur dringend benötigten Ruhe. Zum anderen schwächt die höhere Temperatur auch die Viren und Bakterien, die dann leichter abgetötet werden können. Also ein sehr sinnvoller und nützlicher Mechanismus. Gleichzeitig werden die Temperaturfühler in der Empfindlichkeit herabgesetzt, so dass den Menschen fröstelt, obwohl er objektiv gesehen schon glüht. Das Fieber ist also unverzichtbar zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten, kann allerdings bei einem Anstieg über 40 Grad für den Menschen auch gefährlich werden. Das Maximum das ein Mensch aushalten kann, sind ungefähr 42 Grad Körpertemperatur. Steigt die Temperatur noch höher, dann kann das Fieber lebensgefährlich werden, man kann sogar daran sterben.

Symptome bei Fieber

Viele Infektionskrankeheiten gehen mit Fieber einher. Manche Menschen bekommen sehr leicht Fieber, andere nicht. Kinder fiebern besonders leicht und oft, das Fieber geht bei ihnen aber auch schnell wieder vorbei. Fieber ist meistens mit einem sehr starken Krankheitsgefühl verbunden. Der Mensch fühlt sich schlapp und ruhebedürftig. Er hat in den überwiegenden Fällen keinen Appetit aber großen Durst. Meist hat man auch das starke Bedürfnis nach Wärme. Solange das Fieber noch steigt, friert der Mensch, obwohl die Körpertemperatur eigentlich hoch ist. Manchmal entwickelt sich auch ein Frösteln oder gar Schüttelfrost. Das ist ein Mechanismus, um die Temperatur noch mehr zu erhöhen. Wenn das Fieber dagegen wieder fällt, fängt der Mensch an zu schwitzen. Schüttelfrost und das Bedürfnis nach Wärme lassen dann wieder nach.

Behandlung bei Fieber

Grundsätzlich soll man bei Fieber Bettruhe einhalten und viel trinken. Der Kranke braucht vor allem Ruhe, damit der Körper sich ganz auf die Bekämpfung der Krankheit konzentrieren kann. Dauert das Fieber sehr lange an oder steigt es über 39 Grad ist Vorsicht geboten. Die Krankheit schwächt den Körper, da deren Bekämpfung anstrengend ist. Auch bei empfindlichen Personen, Kleinkindern oder Schwangeren oder sehr alten Patienten ist Fieber nicht immer harmlos. Falls das Fieber zu lange lauert oder zu hoch steigt, kann man fiebersenkende Mittel anwenden. Hierzu gibt es Medikamente, aber auch bewährte Hausmittel. Man kann zur Bekämpfung des Fiebers fiebersenkende Medikamente anwenden zum Beispiel Paracetamol, Ibuprofen oder Aspirin.

Hausmittel gegen Fieber

Ein bewährtes altes Hausmittel gegen Fieber sind Wadenwickel. Hierbei wickelt man die Waden des im Bett liegenden Patienten in lauwarme, nasse Tücher. Die Tücher sollen nicht eiskalt sein, das belastet zu sehr und ist auch unangenehm. Die Tücher müssen häufig gewechselt werden, so etwa alle zehn Minuten. Das Prinzip ist ähnlich wie beim schwitzen, durch die Verdunstung wird dem Körper nämlich die Wärme entzogen. In die gleiche Richtung gehen Essigstrümpfe, aber viele vertragen den Essig nicht auf der Haut und bekommen davon Hautreizungen. Ein Naturarzneimittel gegen Fieber ist der Extrakt der Weidenrinde. Dieser kann als Tee oder Tinktur verabreicht werden. Es gibt Teemischungen die als Fiebertee fertig zu kaufen sind. Hiermit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe, man erfüllt den gestiegenen Flüssigkeitsbedarf und führt gleichzeitig fiebersenkende Kräuter zu.

Wichtig ist es auch den Mineralhaushalt konstant zu halten. Durch Fieber kommt es leicht zu Mineralstoffmangel der sich dann in Schlappheit oder auch in Wadenkrämpfen bei Magnesiummangel äußert. Durch den Stress, den das Fieber auslöst und das Schwitzen werden einfach mehr Mineralstoffe gebraucht. Zur Zufuhr von dringend benötigten Mineralien eignen sich zum Beispiel Fruchtsäfte. Es gibt auch elektrolythaltige Getränke die zum Beispiel auch Sportler gerne anwenden oder spezielle Lösungen mit Mineralstoffen die in Apotheken erhältlich sind, die man auch bei Durchfall einsetzt. Bei Babys und Kleinkindern ist dies natürlich noch wichtiger, da sie im Vergleich zu Erwachsenen noch schneller austrocknen und an Mineralstoffmangel leiden. Die Bekämpfung des Fiebers muss sich vor allem auch nach dessen Ursache richten. Das Fieber ist ja ein Symptom einer zugrunde liegenden Krankheit, meistens einer Infektion.

Fieber und Immunsystem

Fieber ist generell ein Teil des Immunsystems, dieses funktioniert normalerweise ohne dass man etwas merkt. Erst wenn das Immunsystem es nicht schafft, die Erreger zu töten und diese anfangen sich sehr stark zu vermehren, kommt es zu einer Reaktion des Körpers mit Fieber. Deshalb fiebern auch Kinder öfter, da deren Immunsystem erst noch lernen muss, auf die verschiedenen Erreger zu adäquat zu reagieren.

Das Immunsystem zu stärken ist also generell zu empfehlen, wenn man oft krank ist. Man kann einiges dafür tun, das Immunsystem zu unterstützen. Hierzu gehört in erster Linie gesunde vitaminreiche Ernährung, viel trinken und sich ausreichend zu bewegen. Die Bewegung ist wichtig da durch die verbesserte Durchblutung Giftstoffe, die den Körper sonst belasten abtransportiert werden. Auch das Herz ist stärker wenn es trainiert wird, denn dadurch kann es Belastungen besser standhalten. Das Immunsystem stärkende Mittel gibt es auch als Arzneien. So gelten der Sonnenhut oder auch Eccinacea, aber auch Extrakte des Gingkobaumes als immunstärkend. Leichte Sonnenbäder sind grundsätzlich positiv, allerdings verkehren zu exzessive Sonnenbäder bei denen es zu Sonnenbrand kommt, diesen Effekt ins Gegenteil und können auch Fieber auslösen. Alkohol, Nikotin und andere Genussmittel und Drogen schwächen das Immunsystem, genau wie zu fettes und zu süßes Essen und zu viel Fleischverzehr.