Gastritis

Krankheit: Gastritis Informationen und Behandlungsmöglichkeiten

Bei einer Gastritis handelt es sich um eine Erkrankung bzw. Entzündung der Magenschleimhaut. Die Krankheit ist gerade auch in Deutschland sehr verbreitet. Trotzdem kann die genaue Zahl von Gastritis-Erkrankten nur geschätzt werden, da viele Betroffene unter keinen Symptomen leiden. Die Erkrankten erfahren nach einer Routineuntersuchung von ihrer Krankheit. Bei einer Entzündung der Magenschleimhaut, sollte nach Möglichkeit, schnell ein Arzt aufgesucht werden. Wenn sich die Entzündung weiter ausbreitet kann es nämlich auch zu Magengeschwüren kommen und die Schmerzen können sich steigern.

Arten und Ursachen

Bei der Erkrankung wird zwischen einer akuten Gastritis und einer chronischen Gastritis unterschieden. Außerdem gibt es verschiedene Arten von dieser Krankheit.

Akute Gastritis

Bei der akuten Gastritis handelt es sich um eine kurzzeitige Erkrankung der Magenschleimhaut. Sie kann durch eine Lebensmittelinfektion, Viren, Bakterien hervorgerufen werden. Außerdem können verschiedenste Stoffe, wie beispielsweise Nikotin, Alkohol, Schmerzmittel die Magenschleimhäute reizen und somit auch eine Gastritis hervorrufen.

Chronische Gastritis

Die Verfestigung einer chronischen Gastritis kommt in aller Regel schleichend und heilt auch nicht von selbst aus. Sie hat verschiedene Formen die unterschiedliche Auslöser haben können. Es handelt sich um eine langfristige Entzündung der Magenschleimhaut. Die verschiedenen Formen der Gastritis sind in Typen eingeteilt. Typ A, B und C.

Typ A

Bei diesem Typ handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Bei diesem Typ agieren die eigenen Abwehrzellen des Körpers nicht gegen Krankheitserreger sonder gegen Körpereigene Zellen. Konkret werden die Belegzellen angegriffen. Diese sind wichtige Drüsen die den körpereigenen Magensaft produzieren. Dadurch entsteht im Mageninneren weniger Magensäure. Das hat zu Folge, dass Bakterien nicht mehr effektiv abgetötet werden können. Der Magen kann schlechter und uneffektiver Verdauen und Krankheitserreger überleben im Magen. Die körpereigene Abwehr versucht dies mit einem Überschuss an Gastrin auszugleichen. Dieses Hormon regt die Säurebildung weiter an, was aber im Gegenzug die Magenschleimhaut weiter schädigen und zu Karzinomen führen kann.

Typ B

Dies ist die häufigste Form der chronischen Gastritis und tritt bei fast 85% der Erkrankten auf. Die meisten stecken sich im Laufe ihres Lebens mit dem Bakterium „Helicobacter pylori“. Fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung hat dieses Bakterium in seinem Magen. Aber nicht jeder Träger erkrankt auch an Gastritis. Dieser Erreger kommt meist über fäkal-orale Übertragung in den Mund, meist schon im Kindesalter. Der exakte Weg der Ansteckung mit Typ B ist noch nicht komplett erforscht. Diese Form führt sehr häufig zu Magengeschwüren und einem erhöhten Risiko Magenkrebs zu bekommen.

Typ C

Der Typ C ist auch unter der chemisch-toxischen Gastritis bekannt. Diesen Typ haben rund 10% der Erkrankten. Bei dieser Form wird die Magenschleimhaut durch verschiedene Stoffe die der Erkrankte einnimmt gereizt. Meist sind es Substanzen wie Alkohol, Nikotin, Schmerzmittel etc. Viele Alkoholabhängige erkranken an diesem Typ. Durch den ständigen Konsum wird die Magenschleimhaut stets angegriffen, kann sich nicht regenerieren und kann somit Geschwüre oder ähnliches hervorrufen. Auch die vom Körper selbst produzierte Gallenflüssigkeit die bei einer Gallenreflux in den Magen gelang kann Gastritis dieses Typs auslösen.

Es gibt neben den geläufigen Typen auch seltene Gastritis Arten. Diese werden beispielsweise durch die Morbus-Chron o.ä. hervorgerufen. Ebenso kann durch ständiges Sodbrennen oder eine Lebensmittelvergiftung wie Salmonellen Gastritis auftreten.

Symptome

Auch bei den Symptomen wird zwischen der akuten und chronischen Gastritis unterschieden. Je nachdem um welche Art es sich handelt können starke bis gar keine Schmerzen auftreten. In der Regel kann eine akute Gastritis leicht und frühzeitig erkannt werden. Schwierig ist eine chronische Gastritis mit den verschiedenen Verläufen zu erkennen. Diese wird meist erst spät und durch Zufall erkannt.

Symptome einer akuten Gastritis

Das wichtigste bei einer akuten Gastritis ist das sie sehr zeitnah zu der auslösenden Substanz auftritt. Dem Erkrankten wird dies durch häufiges Aufstoßen, Übelkeitsgefühl, Appetitlosigkeit bis hin zum Erbrechen bewusst. Er hat starke Schmerzen in der Magengegend und im Bereich des Oberbauchs. Auch ein Druckgefühl auf den Bauch lässt sich bei manschen Betroffenen wahrnehmen. Ganz klassisch für eine akute Gastritis ist, dass sich der Zustand des Betroffenen nach dem Essen bessert um sich im Anschluss um ein vielfaches zu verschlechtern. Bei besonderen akuten Fällen kann es auch blutigem Stuhlgang und dem Erbrechen von Blut führen. An dieser Stelle sollte sofort ein Arzt hinzugezogen werden um eine Blutarmut vorzubeugen.

Symptome der chronischen Gastritis

Das fatale einer chronischen Gastritis ist, dass sie keine eindeutigen Symptome wie auch Beschwerden aufweist. Der Krankheitsverlauf ist meist sehr schleichend. Es treten beim Betroffenen meist unspezifische Symptome auf die aber in dieser Situation anders gedeutet werden. Diese nicht eindeutigen Symptome sind Unwohlsein, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall etc. Wenn man sich auf Dauer schlechter fühlt und keine anderen Anzeichen dafür hat sollte man einen Arzt aufsuchen.

Behandlungsmöglichkeiten

Auch bei den Behandlungsmöglichkeiten der Gastritis wird zwischen der akuten und chronischen Gastritis unterschieden. Ebenso unterscheiden sich Behandlungsmethoden der chronischen Gastritis noch in den einzelnen Gastritistypen.

Behandlungsmöglichkeiten bei akuter Gastritis

Eine akute Gastritis behandelt man in der Regel nicht mit Medikamenten. Meist reicht die Schonung des Magen schon aus. Dieser regeneriert sich sehr schnell selbst und kann die entzündende Magenschleimhaut wiederherstellen bzw. schonen. Die ersten zwei Tage nach der Entzündung sollte man Schonkost zu sich nehmen um den Magen nicht unnötig weiter zu belasten. Die klassischen Hausmittel wie Tee und Zwieback, sowie viel Trinken helfen bei einer akuten Gastritis in aller Regel aus.

Behandlungsmöglichkeiten bei chronischer Gastritis

Diese Behandlungsmöglichkeiten werden wie o.g. noch zwischen den einzelnen Typen unterschieden.

Behandlungsmöglichkeiten bei Typ A

Da die genaue Ursache dieses Typs nicht bekannt ist, kann man nur Maßnahmen ergreifen um den Schmerz zu minimieren. Durch eine Behandlung mit neutralisierenden Säuren, wie Antazida oder Protonenpumpenhemmer können die Schädigungen der Magenschleimhaut sehr gering gehalten werden. Bei diesem Typ rät man den Betroffenen zu einer magenfreundlichen Lebensweise.

Behandlungsmöglichkeiten bei Typ B

Die gängigste Methode bei einer Typ B Gastritis ist die Eradikationstherapie. Hier werden dem Betroffenen in der Regel für eine Woche zwei unterschiedliche Antibiotika verabreicht. Diese töten das Bakterium „Helicobacter pylori“ in 90% der Fälle ab.

Behandlungsmöglichkeiten bei Typ C

Bei diesem Typ sollte der Betroffene magenschädige Substanzen vermeiden. Ist dies durch Medikation o.ä. nicht Möglich, dann sollte man ein von seinem Arzt verschriebenes Magenschutzmittel einnehmen.