Gerstenkorn

Krankheit: Gerstenkorn Informationen und Behandlungsmöglichkeiten

Ein Gerstenkorn oder wie es auch genannt wird, das Hordeolum entsteht durch eine Entzündung, die meist durch Schweiß oder/und Bakterien hervorgerufen wird. Es ist am Augenlid positioniert, wo es vorwiegend am äußeren Rand des Lids zu sehen ist. Wer es schnell entdeckt, kann es mit Augentropfen oder mit einer desinfizierenden Salbe sofort wieder los werden. Antibiotische Salben und Tropfen sind also das Mittel der Wahl, um schnell Abhilfe zu schaffen. Damit kann der Eiterpickel gleich behandelt werden und ist im Allgemeinen innerhalb weniger Stunden wieder verschwunden. Viele Menschen haben leider schon Erfahrung mit dieser lästigen Erkrankung gemacht. Durch die richtigen Informationen lassen sich viele Fehler beim Umgang mit dem Gerstenkorn verhindern.

Bei ausreichender Hygiene meist harmlos

Oft steckt auch eine Überreizung der Augen hinter der Bildung des Gerstenkorns. Ein schwaches Immunsystem, eine Erkältung oder Zugluft und schon kann das zu einer Entzündung mit Eiterpickel führen. Unangenehm und stark juckend, aber nicht besonders gefährlich, wenn einige wichtige Hinweise beachtet werden. Der Eiter sollte möglichst nicht ins Innere des Auges gelangen. Wenn das Gerstenkorn platzt sind antibiotische Augentropfen und Salbe sehr hilfreich. In jedem Fall gilt es möglichst einen Kontakt mit dem gesunden Auge zu vermeiden, damit sich die Bakterien nicht weiter ausbreiten können.

Im Zweifel zum Augenarzt

Noch bevor das Gerstenkorn zu sehen ist, wird oft ein Jucken im Auge festgestellt. Auch über ein unangenehmes Brennen wird von Patienten berichtet. Das Auge sieht kurze Zeit aus wie bei einer Bindehautentzündung und ist gerötet. Deshalb wird es in diesem Stadium auch häufig mit einer bevorstehende Entzündung der Bindehaut verwechselt. Glücklicherweise ist das Gerstenkorn weitaus leichter zu behandeln. Wer aber nicht wirklich sicher ist, der sollte den Augenarzt um Rat bitten, der dann Transparenz schaffen kann.

Keine Experimente wagen bei einem Gerstenkorn

Was der Betroffene in keinem Fall versuchen sollte – den hässlichen und oft auch juckenden Pickel auf eigene Faust zu entfernen. Das kann nämlich im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen. Viele dieser Eigeninitiativen landen schließlich wieder beim Arzt und das muss nicht sein, wenn sich der Patient diszipliniert und das Gerstenkorn gleich behandeln lässt, wenn es nicht von alleine wieder verschwindet. Ganz schlecht wird es, wenn der Eiterpickel sich verkapselt und dann tatsächlich vom Arzt entfernt werden muss. Es ist zu empfehlen rechtzeitig den Arzt zu konsultieren, um gleich Klarheit zu haben und mit der Therapie beginnen zu können.

Symptome einer Entzündung

Wenn ein Gerstenkorn nicht äußerlich ist, sondern sich im Innenraum des Auges befindet, kann der Patient es nicht selbst sehen, spürt es aber natürlich. Jucken, geschwollenes Auge, das Gefühl einen Fremdkörper im Auge zu haben, rote Augen – das alles könnten Hinweise auf eine Entzündung durch ein Gerstenkorn sein. Dann hilft der Augenarzt, der das Auge untersucht und oft am inneren Augenlid fündig wird. Er wird auch antibiotische Mittel einsetzen oder auch Cortison verschreiben, um den Verlauf zu beschleunigen.

Antibiotika nur im Notfall

Unter normalen Umständen wird die Entzündung nicht länger als 1 Woche in Anspruch nehmen. In dieser Zeit öffnet sich der Eiterpickel und der Eiter fließt ab. Das geschieht ohne Komplikationen, wenn die hygienischen Bedingungen eingehalten wurden. Reiben im Auge und der Versuch den Eiterpickel schneller zu entleeren sind meist nicht von Erfolg gekrönt und können zusätzliche Reizungen der Augen erzeugen. Augentropfen können hier Erleichterung bringen. Wenn es zu einer intensiveren Entzündung kommt, ist eine Antibiotika, die der behandelte Arzt verschreibt das Mittel der Wahl.

Vorsicht vor bakteriellem Eiter

Auf keinen Fall sollte das Gerstenkorn ausgedrückt werden. Der bakterielle Eiter kann sich schnell im Auge verbreiten und zu einer weiteren Infektion in anderen Auge führen, was natürlich kontraproduktiv ist. Der Arzt sollte immer konsultiert werden, wenn ein Gerstenkorn nicht innerhalb von 7 Tagen von selbst wieder verschwunden ist. Im Zweifel ist es immer besser schon früher mit einer Behandlung zu beginnen. Ein Arzt kann den Eiterpickel zu jeder Zeit öffnen und den Eiter kontrolliert ablaufen lassen. Er kann auch homöopathische Mittel einsetzen, wenn dies gewünscht wird.

Methoden der Behandlung

Wie bereits erwähnt sind antibiotische Augentropfen und Salben gleich zu Beginn der Entzündung wirklich rechtzeitig eingesetzt das optimale Mittel, um das Gerstenkorn sofort wieder unter Kontrolle zu bekommen. Mit Antibiotika können Gerstenkörner selbstverständlich immer behandelt werden, aber es ist oft gar nicht notwendig, eine solche Rosskur zu verschreiben. Eine erstaunlich gute Wirkung kann durch eine Rotlicht Bestrahlung erreicht werden. Offensichtlich wirkt die Wärme positiv und beschleunigt das Abheilen des Eiterpickel.

Nicht immer gleich Cortison einsetzen

Cortison ist für viele Patienten eine Subtanz mit einer mittelmäßigen Reputation, aber bei solchen kleinen Entzündungen ist es durchaus positiv zu bewerten und intensiviert den Heilungsprozess. Auf jeden Fall ist der Arzt zu konsultieren, wenn die Behandlung länger anhält. Cortison kann unter besonderen Umständen der Haut auch schaden, wenn es zu lange verwendet wird. Auch aus dem Bereich der Heilpflanzen können gute Erfolge gemeldet werden, die sich bei der Beseitigung eines Gerstenkorns bewährt haben. Die Belladonna (Tollkirsche) ist wohl das bekannteste homöopathische Mittel, das hier erwähnt werden sollte.

Ursachen suchen

Wer immer wieder von Gerstenkörner gequält wird, sollte sich mit seinem Arzt auf die Suche nach möglichen Ursachen machen. Dabei wird die unmittelbare Umgebung des Patienten erst einmal nach eventuellen Quellen untersucht. Herrscht hier Zugluft durch eine Klimaanlage, trägt er Kontaktlinsen und können hier Bakterien übertragen werden. Solche und ähnliche Fragen sollten bald zu einer Klärung nach den Ursachen beitragen. Meist sind es ganz unwesentliche Dinge, die schnell in den Griff zu bekommen sind.

Ist das Immunsystem zu schwach

Wer ausreichend Schutz vor Bakterien aufbauen möchte, der sollte sich gesund ernähren, auf genügend Sauerstoff sorgen und seinen Körper in Form halten. Natürliches Vitamin C stärkt das Immunsystem zusätzlich und gibt Bakterien keine Chance. In diesem Zusammenhang wurden auch die Gerstenkörner diskutiert, die bei schon bei dem Kleinsten vorkommen. Auch dies scheint im engen Zusammenhang mit dem Immunsystem jedes Einzelnen zu stehen. Natürlich ist die Wissenschaft noch immer auf den Spuren dieser unangenehmen Entzündungen am Auge. Eventuell hilft Lutein bei der Behandlung. Mit Sicherheit wird es in der Zukunft noch effizientere Wege und Methoden geben, die Gerstenkörner zu bekämpfen. Wir werden über jeden Progress in dieser Richtung berichten und aktuelle Entwicklungen publizieren.