Haarausfall

Symptom: Haarausfall Informationen und Behandlungsmöglichkeiten

Die Haare auf dem Kopf sind gleich zu setzen mit dem „Schmuck auf dem Haupt“. Haare symbolisieren gleichzeitig auch den Ausdruck von Jugendlichkeit, Attraktivität und setzen somit eine vollkommene Schönheit, das Gefühl von Lebensfreude mit einer positiven Ausstrahlung und mit einer Portion Selbstbewusstsein in Verbindung. Wer unter Haarausfall leidet wird mit dem Verlust des „geliebten“ Schatzes konfrontiert. Haare assoziieren Vitalität, ein Verlust der Haarpracht wird automatisch mit sinkender Lebenskraft in Verbindung gebracht.

Was sind die Ursachen von Haarausfall

Haarausfall kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Es gibt diffusen Haarausfall, den kreisrunden Haarausfall, den hormonellen Haarausfall sowohl bei Männern wie auch bei Frauen. Durch Dysregulationen hervorgerufenen Haarausfall und den durch das Alter bedingten Haarausfall zählen ebenso dazu. Generell wird erst von einem Haarausfall gesprochen, wenn über einen längeren Zeitraum von mehreren Wochen täglich mehr als hundert ausgefallene Haare gezählt werden. Es gilt den Fokus auf die unterschiedlichen Formen zu richten und zu analysieren, was die Ursache für den Verlust der Haare sein kann. Die Ursachen können sehr differenziert sein, die Ernährung, Stress, die Einnahme von Medikamenten, eine Stoffwechselerkrankung, Hormonumstellung und Hormonstörungen, Drüsenerkrankungen, Belastung durch Schadstoffe oder Rauchen sind nur eine der wenigen Möglichkeiten, welche als Auslöser für Haarausfall in Frage kommen können. Ständiges Colorieren oder das Auftragen von chemischen Dauerwellen sind ebenso schädlich für das Haar, die Kopfhaut und die Haarwurzeln und können auch zu Haarausfall führen. Es ist wichtig die Ursache heraus zu finden.

Ernährung ist sehr wichtig

Dazu sollte eine sogenannte Bestandsaufnahme der eigenen Ernährung gemacht werden. Eine Übersäuerung des Körpers spielt eine große Rolle als Ursache von Haarausfall, wird aber leider meist nicht ernst genommen. Ist die Ernährung ausgewogen, regelmäßig oder besteht diese mehr aus Fertigprodukten mit vielen chemischen Zusätzen. Eine Übersäuerung, also ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt kann relativ schnell eintreten. Eine Erkrankung wie Herzinfarkt, Diabetes oder Rheuma kippen den Basen Haushalt ebenso wie psychische Belastungen oder permanenter dauerhafter Stress. Der Säure-Basen-Haushalt ist das Zentrum der zentralen Körperregulierung in Verbindung zwischen der Nahrungsaufnahme, der Verdauung und der Abgabe der lebenswichtigen Vitamine und Mineralien ins Blut. Ist der Säure-Basen-Haushalt in Unordnung geraten dann muss dieser wieder in sein gesundes Gleichgewicht reguliert werden. Säure-Basen-Präparate, eine ausgewogene und gesunde Ernährung sind dazu wichtig, ebenso die Einschränkung bzw. die komplette Reduzierung von Alkohol.

Bluttest machen

Um eventuell bestehende Mangelzustände im Blut oder toxische Belastungen fest zu stellen ist es ratsam einen Bluttest durch zu führen, eine Haarmineralanalyse erteilt ebenso einen Aufschluss über eventuelle Mangelversorgungen im Blut. Anhand des Bluttestes kann gleichzeitig der Hormonstatus festgestellt werden. Es kann also anhand dieses Testes eine bestehende Schilddrüsenerkrankung oder eine Dysfunktion des Drüsenhaushaltes, wie eine Unter- oder Überfunktion der Drüsen festgestellt werden. Als allheilige Wundermittel für einen üppigen Haarwuchs suggerieren in den Medien unzählige Haarwuchspräparate. Auf diese überteuerten und in ihrer Wirkung so gut wie nutzlos zu bezeichnenden Mittelchen kann gänzlich verzichtet werden. Lediglich Haarshampoos mit Koffeinanteile regen laut einer Studie das Haarfolikel zum Wachsen an.

Shampoo mit Koffein verwenden

Hierbei muss das Koffein direkt auf die Kopfhaut aufgetragen und einmassiert werden. Laut einer Studie an der Universität Jena wurde festgestellt, dass Koffein die Haare vor einer erblich bedingten Empfindlichkeit auf das Testosteron-Hormon schützt. Dieses Hormon ist bei Männern die Ursache für genetisch veranlagten Haarausfall. Allerdings darf nicht blauäugig der Eindruck erweckt werden, dass auf einem kahlen Haupt nach der Benützung von koffeinhaltigen Shampoos oder Tinkturen die Haare wie „Unkraut“ sprießen werden. Eine Unterstützung finden Betroffene in der Anwendung von homöopathischen Medikamenten. Diese können aber nicht selbst dosiert eingenommen werden. Deshalb ist es ratsam bei einem homöopathischen Arzt eine sogenannte Konstitutionsanamnese erstellen zu lassen und anschließend die entsprechenden Globulis in der vorgeschriebenen Dosierung einzunehmen.

Homöopathische Behandlung

Die bekanntesten homöopathischen Medikamente bei Haarausfall sind Acidum phosphoricum, Alumina, Calcium fluoratum, Selenium, Sepia, Staphisagria und Thallium aceticum. Aber auch hier lautet die Devise mit Ruhe und Gelassenheit. Es kann mehrere Monate andauern bis sich ein Erfolg einstellt. Als weitere Unterstützung auf natürliche Art können Schüßler-Salze als Heilmittel eingesetzt werden. Die Heilkraft der Schüßler-Salze beruht auf der Erfahrung dass der Körper mit verschiedenen Mineralsalzen versorgt werden muss, damit dieser in Takt bleibt und richtig funktioniert. Besteht ein Mangel an einem oder mehreren Mineralsalzen, dann beginnt der Körper zu erkranken. Auch der Haarausfall zählt dazu. Laut einer Fachliteratur in Bezug auf Schüßler-Salze und Haarausfall kommen folgende Salze in Betracht. Schüßler-Salz Nr. 1 (Calcium Fluoratum): Stärkt die Haarwurzeln und fördert die Versorgung der Kopfhaut mit Kalzium. Schüßler-Salz Nr. 3 (Ferrum Phosphoricum): Hemmt Entzündungen und mindert bestehendes Jucken der Kopfhaut. Das Schüßler-Salz Nr.5 (Kalium Phosphoricum): Ist das Salz für den kreisrunden Haarausfall. Es wirkt positiv auf Stress und mindert somit ein dadurch bedingtes Ungleichgewicht des Basen-Haushaltes.

Schüssler Salze können helfen

Das Schüßler-Salz Nr. 11 (Silicea): Dieses Salz ist nichts anderes als Kieselsäure. Es stärkt das komplette Bindegewebe, die Struktur der Haare und fördert die Bildung des Haares im Folikel. Das Schüßler-Salz Nr. 17 (Kalium Jodatum): Dieses Salz wirkt stimulierend auf die Schilddrüse, egal ob es sich um eine Über- oder Unterfunktion handelt. Ist also die Schilddrüse ursächlich für den bestehenden Haarausfall, dann ist dieses Salz das Richtige. Das Salz mit der Nr. 21 (Zincum chloratum) ist angebracht, wenn die Haare immer dünner werden. In der Regel werden Schüßler-Salze dreimal täglich mit jeweils 2 Tabletten eingenommen. Im Übrigen werden aus Schüßler-Salzen auch Salben angeboten, welche auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Die aus dem Labor erzeugten Haarwuchsstimulanzen basieren hauptsächlich auf chemischem Ursprung.

Testosteronhormon

Bei diesen Präparaten wird die Bildung des im Testosteronhormon enthaltene Dihydrotestosteron gehemmt. Dies bedeutet ein Eingriff in den männlichen Hormonhaushalt. Diese Mittel sind allerdings verschreibungspflichtig und meistens kortisonhaltig und mit Salizylsäure angereichert. Deshalb ist es zu überlegen, solche Präparate langfristig anzuwenden.

Haarverpflanzung

Als schmerzhafte Therapie, allerdings als eine erfolgsversprechende Behandlung ist eine Haarverpflanzung. Hierbei werden dem Betroffenen eigene Haarwurzeln aus einer gesunden Partie entnommen und auf die kahle Stelle gepflanzt. Die entnommenen Haarwurzeln stammen im Normalfall aus dem Nackenbereich und besitzen eine hohe Widerstandskraft gegen das Dihydrotestosteron (DHT). Dieses transplantierte Eigenhaar wächst lebenslang an seinem neuen Platz weiter und ist sozusagen resistent gegen das DHT. Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln eine Haarpracht zu erzeugen ist völliger Quatsch. Bei einer Frau ist die psychische Belastung über einen Haarausfall mit Sicherheit größer als bei einem Mann, aber trotzdem sollte in einem gesunden Masse abgewogen werden. Welche Therapie für den oder die Betroffene in Frage kommt entscheidet Jeder letztendlich für sich selbst.