Halsschmerzen

Symptom: Halsschmerzen Informationen und Behandlungsmöglichkeiten

Unter Halsschmerzen versteht man ein Symptom, welches vor allem bei krankhaften Veränderungen im Mund-, Hals- und Rachenraum auftritt. Meistens tritt dies in den Wintermonaten auf da es dort mehr Viren gibt und die Luftfeuchtigkeit niedriger ist.

Symptome bei Halsschmerzen

Halsschmerzen sind selber ein Symptom, können aber auch weitere Beschwerden hervorrufen. Sie können bis ins Ohr ausstrahlen und so zu starkem Pochen und Schmerzen führen. Häufig treten auch Schluckbeschwerden auf. Kinder neigen zur Appetitlosigkeit, da sie Schmerzen beim Schlucken der Nahrung haben und dementsprechend auf diese verzichten. Sollte eine bakterielle Infektion vorliegen, so werden Halsschmerzen oft von starkem Mundgeruch begleitet. Im Allgemeinem empfindet man Schmerzen beim Sprechen, teilweise bleibt die Sprachfunktion komplett weg oder die Stimmbänder sind mit Schleim belegt. Weitere Symptome, die nebenher auftreten können, sind Übelkeit, Abgeschlagenheit, Fieber und das Anschwellen der Lymphknoten.

Ursachen

Es gibt ein breites Spektrum an Erkrankungen, welche zu Halsschmerzen als Symptom führen können. Diese werden häufig durch Bakterien, Viren und physikalische Noxen ausgelöst. Erkältungsviren treten meistens im Winter auf und können Mandelentzündungen auslösen. Besonders Kinder zwischen zwei und neun Jahren neigen unter Halsschmerzen, da sie häufig in diesem Alter an Atemwegserkrankungen erkranken. Die bekanntesten Erkältungsviren sind die Rhinoviren, Coronaviren und der Adenovirus.

Bakterien spielen bei Halsschmerzen ebenfalls eine große Rolle, da sie auch Entzündungen auslösen können, die zu Schmerzen führen. Eine Bakterieninfektion ist meist begleitet von sehr zähem Schleim und einem roten Rachen. Streptokokken der Gruppe A und C gehören hier zu den häufigsten Auslöser und sind vor allem bei Kleinkindern zu finden.

Es sind aber nicht nur Krankheitserreger, die Halsbeschwerden auslösen können. Gerade bei Problemen mit dem Rückfluss der Säure in der Speiseröhre, kann es zu Halsschmerzen kommen. Dabei gelangt die Nahrung, welche gerade durch die Magensäure zersetzt wurde, in die falsche Richtung, nämlich in die Speiseröhre. Dadurch wird die Schleimhaut stark gereizt, weshalb Sodbrennen sich auch im Rachenraum bemerkbar macht.

Bei einer akuten oder chronischen Nasennebenhöhlenentzündung passiert es häufig, dass der Schleim den Rachen runter läuft und dementsprechend ebenfalls zu Räuspern und Halsschmerzen führen kann. Selbstverständlich kann auch eine Infektion im Rachenraum zu Komplikationen im Bereich der Nebenhöhlen führen.

Im Winter muss nicht unbedingt ein Virus hinter dem Symptom stecken, denn auch sehr trockene Luft, die durch Heizungen verursacht wird, kann zu Halsschmerzen führen. Chemikalien und Duftstoffe reizen ebenfalls die Schleimhaut. Zu häufiges Rauchen führt ebenfalls zu Halsschmerzen, die teilweise chronisch werden können. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich hinter Halsschmerzen eine Krebserkrankung befinden könnte, ist aber generell relativ gering, da dort andere Symptome eine große Rolle spielen.

Im Sommer leiden viele Allergiker unter Halsschmerzen, da die Polen den Rachenraum reizen und somit zu Jucken, Brennen und weiteren Beschwerden führen können. Sehr viele Kinder leiden vor allem unter Heuschnupfen.

Diagnose

Zur Feststellung der Krankheit, wird der Patient zunächst mit einer kleinen Lampe und einem Holzspatel untersucht. Es wird hierbei vor allem Wert auf den Rachen- und Mundraum gelegt. Durch den Laut „A“ geht die Zunge nach unten und der Arzt kann besser die Mandeln und den Rachen erkennen. Anzeichnen für einen Virus oder eine Bakterieninfektion sind vor allem eine belegte Zunge und ein geröteter Rachenraum. Scharlach lässt sich durch die sogenannte Himbeerzunge erkennen. Der Arzt untersucht außerdem den Hals, sowie den Rest des Nackenbereichs nach Lymphknoten.

Sollten noch Unklarheiten herrschen, ob es sich wirklich um eine Bakterieninfektion handelt, kann ein Rachenabstrich genommen werden, der in einem Labor untersucht wird. Bei Streptokokken gibt es sogar Schnelltests, welche in der Praxis durchgeführt werden können. Ein Bluttest kann ebenfalls Aufschluss über Entzündungen im Körper geben. Ein Blick in die Nasenlöcher wird veranlasst, wenn zusätzlich noch Kopfschmerzen sowie Druckgefühle in der Nähe der Nasennebenhöhlen auftreten.

Bei, nicht durch Erregern ausgelöste Krankheiten, müssen unterschiedliche Fachärzte sich mit den verschiedenen Auslösern beschäftigen. Sollte eine Refluxkrankheit vorliegen, so kann dies von einem Gastroenterologen mit Hilfe einer Magenspiegelung abgeklärt werden. Sollten die Halsschmerzen durch eine Schilddrüsenfehlfunktion ausgelöst worden sein, dann empfiehlt sich der Gang zum Endokrinologen, welcher die Schilddrüse mit Hilfe einer Sonographie untersucht.

Therapie

Es gibt eine große Anzahl an Therapieformen, die nicht nur durch einen Arzt begleitet werden können, sondern auch als Selbsthilfe angewandt werden können. Hausmittel können hier vor allem zur Linderung von Halsschmerzen eingesetzt werden. Es gibt verschiedene Teesorten, welche zusammen mit Honig, die Halsschmerzen reduzieren können und über Stunden zum Wohlergehen des Patienten führen. Bewehrt haben sich hier ebenfalls Hustenbonbons, welche es teilweise mit bakterienreduzierenden Stoffen zu kaufen gibt. Es sollte dafür gesorgt werden, dass die Luft schön feucht ist, damit auch die Rachenschleimhaut angefeuchtet wird. Lösungen zum Gurgeln können Schleim vom Rachen lösen und somit zum schnelleren Abklingen der Halsschmerzen führen. Es sollte ebenfalls das Rauchen in dieser Zeit nicht vollzogen werden und auch das Trinken von Alkohol wirkt sich negativ auf die Heilung aus.

Gegen die begleitenden Symptome können fiebersenkende Mittel eingesetzt werden, die nicht nur Kopfschmerzen behandeln, sondern auch etwas gegen Halsschmerzen helfen. Es gibt in der Apotheke eine Vielzahl an Hustenlösern zu kaufen, welche häufig in Form einer Brausetablette in Wasser aufgelöst und anschließend getrunken wird. Sollte eine Bakterieninfektion vorliegen, so kann eine Antibiotikagabe in Betracht gezogen werden. Dies wird in der heutigen Zeit jedoch nur noch bei sehr schweren Fällen wie einer Streptokokken Infektion getan, da das Immunsystem des Körpers es häufig von selber schafft, die Erreger nach 2-3 Tagen zu besiegen.

Sollte kein Erreger der Grund für die Halsschmerzen sein, dann muss je nach spezifischer Erkrankung gehandelt werden. Bei einer Fehlfunktion der Schilddrüse muss geschaut werden, ob es sich um eine Unter- oder Überfunktion handelt. Anschließen wird je nach Fehlfunktion dann mit einer Hormontherapie angefangen. Bei Allergien empfiehlt sich ein Allergietest beim Arzt. Dieser kann kann herausfinden, gegen welche Gräser genau man allergisch ist. Anschließend sollten Orte mit diesen Pollen gemieden werden, es gibt jedoch auch Medikamente, die gegen allergische Reaktionen helfen und so die Halsschmerzen lindern oder gar nicht erst auftreten lassen können. Chemische Stoffe in Düften oder Lebensmitteln sollten gemieden werden, wenn hier eine Allergie vorhanden ist. Raucher sollten generell an das Aufhören denken, denn schon nach wenigen Wochen erholen sich die Lunge und der Rachenbereich langsam, sodass die Rötungen und Reizungen im Rachenbereich wieder abklingen und die Halsschmerzen vergehen.