Hautkrebs

Krankheit: Hautkrebs Informationen und Behandlungsmöglichkeiten

Im folgenden wollen wir Ihnen nun einige Informationen zum Thema Hautkrebs geben und dabei auch vor allem auf die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten eingehen. Besonders sollte man die Haut immer vor zu viel Sonneneinstrahlung schützen.

Was ist der Hautkrebs

Die Anzahl der Menschen, die an Hautkrebs erkranken hat während der letzten Jahre erheblich zugenommen, so dass man diese Erkrankung heute schon fast als Volkskrankheit sehen kann. Man kann generell zwischen weißem und schwarzem Hautkrebs unterscheiden. Hautkrebs ist dabei der zentrale Begriff, der im allgemeinen eine bösartige Veränderung der Haut beschreibt. Dabei kann man bei der Entstehung einige Muster erkennen, so entwickelt sich der Hautkrebs oft an solchen Stellen der Haut, die häufig der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind oder waren. Außerdem treten bestimmte Formen auch meist erst im Alter, ab circa 60 Jahren auf.

Die verschiedenen Formen des Hautkrebs

Der weiße Hautkrebs ist sehr tückisch, weil dieser nicht so leicht erkannt werden kann, wie der schwarze. Die aktinische Keratosen sind dabei die Vorstufe dieser Form der Erkrankung. Sie treten meist im Gesicht und am Kopf durch die Sonneneinstrahlung auf. Zu den häufigsten Formen des Krebs der Haut gehören die Tumore, die als Basaliome oder Basalzellkarzinome bezeichnet werden. Diese entwickeln sich sehr langsam und bilden keine Metastasen. So das bei einem frühzeitigen Erkennen sehr gute Heilungschancen bestehen. Auch die Plattenepithelkarzinome sind eine häufige Form des Hautkrebs, diese Form ist allerdings wesentlich aggressiver. Diese Form bildet sich oft auf Narben von Verbrennungen oder auf chronisch vorhandenen Wunden. Diese Form ist so aggressiv, da diese auch metastasieren kann.

Der schwarze Hautkrebs ist das sogenannte Melanom, dieses entwickelt sich oft langsam auf einer Stelle der Haut, die pigmentiert ist. Dabei entstehen circa 20 Prozent der Melanome auf einem Muttermal. Ein Großteil dieser Form der Erkrankung entsteht durch die Sonneneinstrahlung, dabei gilt die Anzahl der bisherigen Sonnenbrände als besonderer Risikofaktor. Auch diese Form kann Metastasen bilden, die dann separat therapiert werden müssen.

Die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten von Hautkrebs

Generell hängen die Behandlungsmöglichkeiten des Hautkrebs von der Form und dem Stadion der Krankheit ab. Oft ist es aber so, dass wenn ein Tumor auf der Haut in einem frühen Stadion erkannt wird, dieser in einem chirurgischen Eingriff unter Narkose entfernt wird. Die Chancen auf Heilung sind in diesem Fall sehr gut.

Die aktinische Keratosen bei dem weißen Hautkrebs werden entweder operativ entfernt, also aus der Haut geschnitten oder in einem frühen Stadion auch vereist. Sind die Kerastosen entfernt, dann heilt die Haut ganz normal wie bei einer Schürfwunde ab. Außerdem kann man diese Form auch mit speziellen Cremes oder mit Hilfe von einer photodynamischer Therapie behandeln. Im Bereich der Cremes unterscheidet man die Solaraze-Creme, durch die in etwa 50 Prozent der Fälle eine Rückbildung des weißen Hautkrebses erreicht werden kann und das Aldara-Gel, welches eine sehr starke Entzündung hervorruft wodurch das Tumorgewebe von der Haut abgestoßen wird. Im Bereich der photodynamische Therapie arbeitet man mit einer Licht Bestrahlung, dabei muss diese Behandlung mehrmals wiederholt werden und es kommt zu einer Schürfwundenbildung, dabei können bei dem Patienten große Schmerzen verursacht werden.

Hat sich der Hautkrebs bereits so weit entwickelt, dass sich die Basalzellkarzinome gebildet haben, dann werden diese operativ entfernt. Dabei wird man bei sehr kleinen Tumoren mit einem Sicherheitsabstand von nur wenigen Millimetern arbeiten und bei der Entfernung im Gesicht auf die mikrographischen Methoden zurückgreifen. Dabei wird das Gewebe geschont. Die Plattenepithelkarzinomen werden weites gehend genauso behandelt, wie die Basalzellkarzinome.

Bei der Behandlung des schwarzen Hautkrebs gibt es ebenfalls verschiedene Methoden. Am wichtigsten und effektivsten ist die gründliche Entfernung der Melanome im Rahmen einer Operation. Dabei wird das entnommene Melanom genau untersucht und man kann die Tiefe des Krebses bestimmen. So können die folgenden Operationen genau angepasst werden, um den Hautkrebs gründlich zu entfernen. Bei einer Krankheit, die bereits metastasiert hat, wird häufig die Wächterlymphknotenbiopsie angewendet. Die Metasen liegen häufig unter den Achseln oder im Bereich der Lymphknoten am Hals. Bei der Behandlung werden die Wächterlymphknoten entnommen und eine Kontrastflüssigkeit eingefüllt, um zu sehen wie weit das Gewebe schon befallen ist. Daraus lassen sich dann die weiteren Behandlungsschritte planen.

Eine adjuvanter Therapie ist eine vorsorgliche Therapie, die dann angewendet wird, wenn sich noch keine Tumorabsiedlungen erkennen lassen. Weil man nicht ausschließen kann, dass es schon welche gibt wird im Rahmen dieser Therapie dreimal pro Woche ein Mittel unter die Haut gespritzt.

Ist ein Tumor nicht mehr durch eine Operation zu entfernen, wendet man die Chemotherapie an. Dabei wird eine Rückbildung der vorhandenen Tumore angestrebt. Diese Therapie hat aber erhebliche Nebenwirkungen für den Patienten.

Welche Faktoren begünstigen die Entstehung von Hautkrebs

In etwa 10 Prozent der Fälle von Hautkrebs, gibt es Vorerkrankungen in der Familie, wodurch man den Krebs als eine erblich veranlagte Krankheit ansehen kann. In den anderen Fällen spielen verschiedene Faktoren eine große Rolle, die die Entstehung dieser Form von Krebs begünstigen. Dazu gehört vor allem die Sonnenstrahlung, so lassen sich etwa 60 Prozent der Krankheitsfälle auf den Einfluss der UVA- und UVB-Strahlen zurückführen. Dabei ist es wesentlich, wann die Sonnenbrände entstanden sind, generell gilt je jünger ein Mensch ist, desto gefährlicher ist die Strahlung.

Außerdem stellt die künstliche Bräune aus dem Solarium einen großen Risikofaktor dar. Daher sollten Sonnenbänke gerade von jüngeren Menschen konsequent gemieden werden. Der Hauttyp spielt auch eine Rolle dabei, herauszufinden, wie gefährdet jemand ist. So haben Menschen mit einem schwachen Hauttyp ein höheres Risiko an Hautkrebs zu erkranken, als Menschen mit einem dunklen Hauttyp.

Wie kann man sich effektiv vor Hautkrebs schützen

Um Hautkrebs zu vermeiden, sollten unbedingt Solarien gemieden werden. Hier kann die Strahlendosis nicht kontrolliert werden und so besteht ein hohes Risiko. Außerdem sollte man schützende Cremes nutzen, wenn man sich in der Sonne aufhält. Dabei sollte die Creme einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 haben und wasserfest sein. Außerdem sollte immer wieder nachgecremt werden.

Zudem ist es auch nützlich, die Mittagssonne zu meiden und sich mit T-Shirts, Hüten oder anderer Bekleidung vor dem Einfluss der direkten Sonnenstrahlung zu schützen. Wenn man dauerhafte Veränderungen an der Haut bemerkt oder eine Wunde nicht mehr verheilt, sollte in jedem Fall ein Dermatologe aufgesucht werden. Außerdem sollten große und auffällige Muttermale regelmäßig untersucht werden lassen.