Kopfschmerzen

Symptom: Kopfschmerzen Informationen und Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt sehr viele Menschen, die immer häufiger unter Kopfschmerzen leiden. Dabei sind es nicht nur ältere Menschen, die sich mit diesen unangenehmen Beschwerden herum plagen, sondern auch schon Kinder und Jugendliche leiden unter Kopfschmerzen. Diese Schmerzen beeinträchtigen nicht nur die Leistungen in Schule und Beruf, sondern sie wirken sich auch akut oder chronisch auf das allgemeine Wohlbefinden aus. Es gibt sehr viele Arten von Kopfschmerzen, welche von Patienten ein- oder beidseitig und als klopfend, bohrend und ziehend beschrieben werden. Kopfschmerzen kann eine akute oder chronische Grunderkrankung zugrunde liegen, oder sie treten beispielsweise vor oder während der Monatsblutung, bei Stress und bei Wetterwechsel auf.

Was sind die Ursachen von Kopfschmerzen

Sonderformen von den quälenden Kopfschmerzen sind zum Beispiel Migräneattacken, Cluster-Kopfschmerzen oder eine Trigeminus-Neuralgie. Erkrankungen an den Zähnen und im Kieferbereich können ebenfalls Kopfschmerzen auslösen. Auch Tumor-Patienten können unter Kopfschmerzen leiden, genau so wie Patienten, bei denen der Blutdruck zu hoch oder zu niedrig ist. Bestimmte Lebensmittelallergien und Lebensmittelunverträglichkeiten lösen bei manchen Betroffenen eventuell auch Kopfschmerzen aus. Dazu kommen Kopfschmerzen, die durch Unfälle verursacht wurden. Gehirnerschütterungen, das HWS-Syndrom und Verletzungen an Wirbeln können auch Kopfschmerzen bedingen. Verspannungen und andere orthopädisch bedingte Ursachen führen eventuell auch zu Kopfschmerzen.

Erkrankungen können Kopfschmerzen auslösen

Auch akute Erkrankungen des Gehirns wie Meningitis und Enzephalitis gehen mit starken Kopfschmerzen einher. Grippeerkrankungen wie Schnupfen und Sinusitis verursachen Schmerzen im Kopfbereich. Da bei starken Kopfschmerzen auch immer an einen Schlaganfall oder eine Gehirnblutung gedacht werden muss, sollte der Patient schnellst möglich zu einem Arzt oder gleich ins Krankenhaus gebracht werden. Gerade bei diesen Erkrankungen spielt der Zeitfaktor eine große Rolle und kann über Leben und Tod des Patienten entscheiden. Zu den Anzeichen von Dehydration infolge verminderter Flüssigkeitszufuhr gehören ebenfalls Kopfschmerzen. Sie treten auch bei Erkrankungen an den innneren Organen wie Nieren- und Leberentzündungen auf. Übermäßiger Alkoholkonsum löst durch die Vergiftung des Körpers und durch Flüssigkeitsmangel ebenfalls Kopfschmerzen aus.

Stress vermeiden

Kopfschmerzen kann eine Erkrankung zugrunde liegen, sie können aber auch durch vegetative Störungen und Stress entstehen. Daneben muss auch an eine Erkrankung der Augen oder der Sehnerven gedacht werden. Sehschwäche kann durch die ständige Überanstrengung der Augen ebenfalls zu Kopfschmerzen führen, wenn keine adäquate Sehhilfe getragen wird. Sind die Kopfschmerzen lediglich ein Symptom einer bekannten akuten oder chronischen Grunderkrankung, so können sie entsprechend behandelt werden. Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Migräne und die Behandlungsmethoden haben sich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich weiter entwickelt. Unzweifelhaft gibt es auch eine erbliche Disposition, an Migräne zu erkranken. Und dennoch sind die Auslöser für Migräneanfälle sehr verschieden.

Was kann eine Migräne auslösen

Dass der Genuss von Nüssen, Rotwein und bestimmten Käsesorten einen Anfall auslösen kann, ist mittlerweile so gut wie erwiesen. Aber auch andere Faktoren wie Stress, das Prämenstruelle Syndrom oder die Menstruation selbst können Migräneanfälle auslösen. Auch Licht- und Lärmempfindlichkeit können Migräneattacken begünstigen. Man lässt Migränepatienten Tagebücher führen, in denen sowohl der Tagesablauf wie auch die verzehrten Speisen und Getränke sowie der Gemütszustand der Patienten dokumentiert wird. Die Behandlung von Migräne ist meist langwierig. An Medikamenten verschreibt der Arzt meist neben anderen Schmerzmitteln spezielle Migränemittel, die Triptane. Oftmals lassen sich mit ihnen die Anfälle in den Griff bekommen.

Cluster Kopfschmerzen

Auch die so genannten Cluster-Kopfschmerzen stellen für den Patienten eine starke Schmerzbelastung dar. Genau wie bei den Migränekopfschmerzen treten auch diese anfallartig auf. Die Auslöser sind ähnlich wie die der Migräne und sie werden auch ähnlich behandelt. Cluster-Patienten wird oftmals neben Triptanen auch reiner Sauerstoff durch Inhalation verabreicht. Die Schmerzen werden als so stark empfunden, dass die Patienten wegen des Leidensdrucks oft im Krankenhaus landen. Die Prognose zur Heilung ist schlechter als die bei Migränepatienten. Viele Betroffene klagen über immer wiederkehrende oder anhaltende Kopfschmerzen, für die zunächst kein Grund gefunden werden kann. Hier empfiehlt sich das Ausschlussverfahren und die Patienten suchen nach und nach den Hals-Nasen-Ohrenarzt, den Augenarzt und den Orthopäden auf.

Erkrankungen der Zähne überprüfen lassen

Zahnspangen, Kieferfehlstellungen, kariöse Zähne und vereiterte Kieferhöhlen können Kopfschmerzen auslösen. Auch der Augenarzt kann evenztuell die Ursache von Kopfschmerzen finden und sie durch eine Sehhilfe beheben. Der Hals-Nasen-Ohrenarzt findet eventuell chronische Sinusitis oder Ohrenerkrankungen als Grund für die Kopfschmerzen. Ganz oft liegt die Ursache von chronischen Kopfschmerzen auch im orthopädischen Bereich. Verspannungen im Halswirbelbereich, Erkrankungen der Wirbelsäule wie Schiefstellungen oder Bandscheibenvorfälle können Kopfschmerzen begünstigen und auslösen. In all diesen Fällen muss der Patient die Grunderkrankungen behandeln lassen, um schließlich auch seine Kopfschmerzen los zu werden. Natürlich sollte kein Patient Schmerzen erleiden müssen und eine adäquate Schmerzbehandlung ist in der modernen Medizin einfach Pflicht.

Keine Medikamente dauerhaft einnehmen

Eine dauerhafte Selbstmedikation von Kopfschmerzen kann fatale Folgen haben. Oft unterschätzt der Patient das Suchtpotenzial und die Nebenwirkungen von Schmerzmitteln. Es können sich einerseits Abhängigkeiten bilden, andererseits können schwere Nebenwirkungen auftreten. Beispielsweise Aspirin, das ein klassisches Kopfschmerzmittel ist, verdünnt das Blut und kann bei unsachgemäßem und übermäßigem Gebrauch schwere Nebenwirkungen haben.

Schmerzgedächtnis

Ein weiteres Problem bei Patienten, die an chronischen Kopfschmerzen leiden, ist das Schmerzgedächtnis. Nur langwierige Behandlungen können diesen Patienten helfen, die sich bereits daran gewöhnt haben, Schmerzen zu empfinden. Wenn kleine Kinder aus voller Gesundheit heraus oder während einer bereits bestehenden Erkrankung sehr weinerlich werden, sich an den Kopf fassen und eventuell hohes Fieber bekommen, muss an eine Gehirnhautentzündung gedacht werden. Ein typisches Zeichen ist auch die sehr häufig auftretende Nackensteife, das heißt, der Kopf des Kindes lässt sich nicht mehr zurück biegen. In solchen Fällen sucht man sofort einen Arzt oder eine Klinik mit dem Kind auf. Vor der Entwicklung der Antibiotika verliefen Gehirnhautentzündungen bei Kindern wie auch Erwachsenen sehr oft tödlich. Ob ein Kind vorsorglich zumindest gegen die auslösenden Erreger Meningokokken geimpft werden soll, entscheidet der Arzt zusammen mit den Eltern.

Kinder können auch Kopfschmerzen bekommen

Besonders bei sehr kleinen Kindern ist es schwierig, sofort die richtige Diagnose zu stellen, da sie noch nicht sagen können, wo und wie sehr es weh tut. Es gibt kaum ein umfassenderes Gebiet von Schmerzen wie das im Bereich des menschlichen Kopfes. Viele Zusammenhänge sind bis heute noch ungeklärt. Auch ist das menschliche Gehirn noch nicht bis in die letzten Winkel erforscht. Neurologen, Neurochirurgen, Psychiater und andere Fachärzte forschen unermüdlich, um den Geheimnissen des menschlichen Gehirns auf die Spur zu kommen und damit auch neue Behandlungswege zu finden. Neue Wege bieten bei chronischen Kopfschmerzen auch fernöstliche Therapien wie Akupunktur, Akupressur und Yoga.