Müdigkeit

Symptom: Müdigkeit Informationen und Behandlungsmöglichkeiten

Müdigkeit ist ein lästiges Übel, welches fast jeder kennt. Die Ursachen sind unterschiedlicher Natur. Darauf soll nachfolgend genauer eingegangen werden. Der Hauptgrund für Müdigkeit ist meist zu wenig Schlaf. Wer sich nachts im Bett hin- und herdreht und keinen Schlaf findet, oder wer den Tag Revue passieren lässt bzw. sich Sorgen um die Zukunft macht, ist am nächsten Morgen unausgeruht und hat kaum Energie für den Tag.

Was tun bei Müdigkeit und zu wenig Schlaf

Hier hilft es oft schon, abends warme Milch mit Honig zu trinken oder einen Beruhigungstee mit Baldrian, Hopfen und Melisse. Auch ein Spaziergang von ca. einer halben Stunde, bis eine Stunde kann helfen, einen guten Schlaf zu bekommen. Wer nicht gerne spazieren läuft, kann auch Fahrrad fahren, walken oder eine Runde schwimmen. Wichtig ist auch, elektrische Geräte wie Fernseher oder Laptops aus dem Schlafzimmer zu verbannen. Stattdessen wäre ein gutes Buch zu empfehlen. Ebenfalls kann zu reichhaltiges Essen mit viel Fett und Zucker genauso Müdigkeit hervorrufen, wie zu wenig essen. Wer wenig trinkt, kann ebenfalls von Müdigkeit geplagt werden. Viel lüften hilft vorzubeugen, denn Sauerstoff macht fit. Wer zu viel Sport betreibt, kann genauso von Erschöpfungszuständen geplagt werden wie der Couch-Potato, der nur vor dem Fernseher sitzt und nichts weiter macht, somit kaum Bewegung hat. Oben genannte Hilfsmittel könnten Abhilfe schaffen. Sollte nichts helfen, wäre der Gang zum Arzt zu empfehlen, damit gesundheitliche Probleme ausgeschlossen werden können.

Burn Out

Burn-out ist eine immer weiter verbreitete Erkrankung. Die psychische Erschöpfung tritt auf, wenn der Erkrankte unter Dauerstress, zu viel Verantwortung und kaum Schlaf leidet. Hier können viele Ruhepause helfen. Sich einfach mit anderen Dingen beschäftigen und ablenken. Auch ein Kurzurlaub oder eine Kur kann wahre Wunder bewirken. Diese Pausen müssen sein, auch wenn der an Burn-out Erkrankte das nicht wahrhaben möchte und dies mit „keine Zeit“ abwertet. Wer immer weiter arbeitet, ohne sich eine Pause zu gönnen, wird irgendwann überhaupt nicht mehr arbeiten können, dies sollte sich der Patient immer vor Augen führen. Kommen neben der anhaltenden Müdigkeit, ohne Phasen des Wohlgefühls und der Ausdauer, noch weitere Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber, Atemnot, Gedächtnisstörungen, Schwindel und Übelkeit hinzu, ist ein Besuch beim Hausarzt unvermeidlich. Dieser kann feststellen, ob er die Erkrankung behandeln kann oder ob eine Überweisung zu einem Spezialisten notwendig sein wird.

Nebenwirkungen von Tabletten

Weitere Faktoren sind zum Beispiel auch die Nebenwirkungen von Tabletten, die für bestimmte Erkrankungen eingenommen werden müssen. Diese wirken sich auf den Stoffwechsel, den Blutdruck und Nervenfunktionen aus. Auch Suchtkranke werden Auswirkungen haben, hierzu zählen Alkoholsüchtige, Drogensüchtige, Magersüchtige und Menschen, die unter Adipositas (sehr hohem Übergewicht) leiden. Aber nicht nur diese Erkrankungen oder Nebenwirkungen sind schuld an dauerhafter Müdigkeit, diese kann auch ein Hinweis auf Tumore oder Bluterkrankungen, wie zum Beispiel Leukämie, sein. Wer mit Giftstoffen arbeiten muss, wie Holzschutzmittel, Benzol oder Blei, wird Ermüdung ebenfalls kein Fremdwort sein.

Was kann dagegen unternommen werden

Wer unter den Nebenwirkungen der Medikamente, die er braucht, leidet, sollte den Arzt fragen, ob ein anderes Medikament die gleiche Wirkung, aber weniger Nebenwirkungen hat. Über- oder Untergewichtige Personen sollten mithilfe des Hausarztes oder einer stationären Einrichtung versuchen, ihr Gewicht in den Normalbereich zu bekommen. Hierbei hilft eine Ernährungsumstellung, mehr Sport und vor allen Dingen auch eine Gruppentherapie, bei der der Erkrankte erkennt, dass er nicht alleine mit seinen Probleme zu kämpfen hat.

Psychotherapie kann helfen

Eine Gruppentherapie oder Psychotherapie ist sollte auch in Erwägung gezogen werden, wenn der Patient unter Depressionen, Angstzuständen und evtl. Sorgen im Berufs- oder Privatleben vorzuweisen hat. Hier wird er verstanden und bekommt Tipps und Hilfe, wie er mit Schicksalsschlägen oder Ängsten umgehen kann, um eine Verbesserung des Gesundheitszustandes zu gewährleisten. Sollte eine Gesprächstherapie alleine nicht ausreichen, können Antidepressiva helfen, ein Stimmungstief zu umgehen. Bis die Wirkung eintritt, können aber einige Wochen vergehen. Deshalb sollte der Depressive die Behandlung nicht vorzeitig abbrechen, wenn nicht schnell eine Besserung eintritt, sondern die Antidepressiva weiterhin wie verschrieben verwenden.

Bachblüten

Was auch sehr gut helfen kann, sind Bachblüten. Diese gibt es in vielen Sorten und je nach Angstzuständen, Vorahnungen oder Beschwerden können bis zu drei Bachblüten Sorten gemischt werden. Mehr sollten es auf keinen Fall sein, da sonst die Wirkung der einzelnen Blüte zu gering ist. Für Phobiker, die unter extremen Angstzuständen leiden und ebenfalls von Müdigkeit geplagt werden, sollten vor einer für sie belastenden Situation, zum Beispiel vor dem Besuch beim Zahnarzt, einige Tropfen der Rescue Tropfen (hier handelt es sich auch um Bachblüten) auf die Zunge träufeln oder auf ein Stück Würfelzucker geben.

Bewegungstherapie

Wer eine schwere Erkrankung wie Krebs, Herz- oder Lungenerkrankungen hat, sollte versuchen, mit einer leichten Bewegungstherapie dem Problem entgegenzuwirken. Denn dies kann dem Patienten helfen, sich gesünder zu fühlen. Aber dies sollte erst dann in Betracht gezogen werden, wenn der Patient in der Lage ist, diese durchzuführen und auf dem Wege der Besserung ist.

Diabetes

Diabetes, Stoffwechselstörungen, Magen-Darm-Infekte und Autoimmunerkrankungen gehören unbedingt unter ärztliche Aufsicht. Hier sollte in erster Linie mit geeigneten Medikamenten versucht werden, dass Problem in den Griff zu bekommen, bevor weitere Schritte folgen können. Besonders bei Diabetes ist es wichtig, dass der Körper richtig eingestellt ist, denn ein zu viel oder zu wenig an Insulin kann unter Umständen tödliche Folgen haben. Auch Stoffwechselstörungen wie eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse sollte richtig eingestellt werden. Dies ist auch wichtig, wenn eine Schwangerschaft geplant ist, da eine falsche Einstellung Fehl- oder Frühgeburten begünstigen kann. Magen-Darm-Infekte sollten mit Schonkost auskuriert werden. Denn auch nach der Erkrankung kann es sein, dass der Patient noch unter starker Ermüdung leidet, da der Körper erst mal wieder seine Funktionen richtig aufnehmen muss.

Bei einer Schwangerschaft ist man auch müde

Auch im ersten Trimester einer Schwangerschaft (die ersten zwölf Wochen) beklagen viele Frauen eine andauernde Müdigkeit, die sie neben der Übelkeit besonders quält. Dies liegt daran, dass sich der Körper umstellen muss, da nun ein kleines Menschlein in ihm heranwächst. Hier sollte die Schwangere unbedingt auf ihren Körper achten und Anstrengung vermeiden, um die Schwangerschaft durch Stress, Hektik und weiteren Belastungen nicht zu gefährden. Intakten Schwangerschaften macht dies zwar nicht viel aus, dennoch sollte das Risiko so minimal wie möglich gehalten werden und die Frau sollte sich auch mal tagsüber hinlegen und etwas ausruhen oder gar schlafen. Nach dem ersten Trimester verschwindet die Müdigkeit meist so schnell, wie sie gekommen ist und der Alltag kann wieder aufgenommen werden.